Ein zweites Zuhause für junge Helmstedter

Helmstedt  Das Helmstedter Jugendzentrum feierte sein 40-jähriges Bestehen mit einem bunten Fest. Viele Besucher erinnerten dabei sich an ihre Teenager-Zeit.

Die Schlagzeile in unserer Zeitung anlässlich der Eröffnung einer neuen Freizeit- und Bildungseinrichtung in der Helmstedter Innenstadt klang verheißungsvoll: „Das Helmstedter Jugendzentrum wird nun mit Leben erfüllt.“ Das war am 9. Januar 1974.

40 Jahre später war das Haus an der Streplingerode wieder voll. Zum Jubiläumsfest gestern gab es Torte, Bratwurst, sonstige Snacks und auf vier Etagen jede Menge Spaß, Unterhaltung und Information, auch für ältere Besucher. Denn die sollten sich erinnern an die Zeit, als sie heranwuchsen, einst die ersten Tanzschritte im Disco-Keller wagten, sich im Malen oder Musizieren übten oder Ferienpass-Aktionen vorbereiteten und daran teilnahmen.

„Das Jugendzentrum hat sich prächtig entwickelt“, stellte Bürgermeister Wittich Schobert heraus. Er selbst war regelmäßig Besucher, machte als Jugendlicher ein Discjockey-Diplom, um den Jugendclub in Barmke, einem Ableger der Stadtjugendpflege, auf die Beine zu helfen.

Der SPD-Ratsherr Michael Gehrke erinnerte beim Betrachten der Ausstellung mit historischen Fotos und Zeitungsausschnitten an die einst umstrittene Umnutzung der früheren Landwirtschaftsschule. Zum Entwickeln eines Konzepts für die Jugendarbeit wurde damals eigens ein Ratsausschuss gebildet, deren Vorsitzender er war.

Mit Rotraud Försterling und Wolfgang Ebel entwickelte sich das erste hauptamtliche Team. Später legten unter anderen Peter Häusler, Olaf Hülsiep und Fritz Scholz den Schwerpunkt auf die Musikszene.

„Für viele Jugendliche ist das JFBZ zu ihrem zweiten Zuhause geworden“, sagte die neue Leiterin Denise Kuhnt. „Wir bieten den jungen Menschen jugendgerechte Aktivitäten und Angebote, bei denen sie sich in einem geschützten Rahmen ausprobieren und mit Gleichaltrigen treffen können“, führte sie weiter aus. Das aktuelle Mitarbeiterteam besteht neben ihr aus Patrick Pöhlke, Aline Werner und Manfred Brosius. Die Palette an Angeboten reicht von Spiele-Nachmittagen über Kreativangebote, Kochen, Kinder- und Jugenddisco bis hin zu Kooperationen mit Schulen und sozialen Einrichtungen.

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