Gewalttat von Helmstedt – Ermittler haben eine Spur

Helmstedt  Die Polizei scheint nach dem gewaltsamen Tod der jungen Helmstedterin einen Verdächtigen im Visier zu haben.

Mitarbeiter der Spurensicherung stehen am 31. Oktober vor dem Haus in Helmstedt, in dem die junge Frau ums Leben kam.

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Mitarbeiter der Spurensicherung stehen am 31. Oktober vor dem Haus in Helmstedt, in dem die junge Frau ums Leben kam. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Im Fall der 20 Jahre alten Frau, die am Donnerstag tot in ihrer Dachgeschosswohnung in der Helmstedter Weinbergstraße aufgefunden worden war, hat die Polizei offenbar einen Verdächtigen im Visier. Auf die Frage unserer Zeitung, ob es bislang Festnahmen gegeben habe, antwortete Birgit Seel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Braunschweig: „Noch ist, korrekt formuliert, gegen keine Person ein Haftbefehl ergangen.“

„Noch ist, korrekt formuliert, gegen keine Person ein Haftbefehl ergangen.“
Birgit Seel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Braunschweig.

Diese Präzisierung lässt den Rückschluss zu, dass die Ermittler sehr wohl einen Tatverdächtigen im Auge haben – oder dass Anschuldigungen gegen eine Person geprüft werden.

Wie die Sprecherin weiter mitteilte, konzentriere sich die Polizei unter anderem auf die Befragung des 20 Jahre alten Wolfsburgers, der ebenfalls in der Helmstedter Wohnung lag – mit lebensgefährlichen Verletzungen. Nach einer Not-Operation in der Helmstedter Helios-Klinik ist er außer Lebensgefahr. Ermittler sollten am Montag damit beginnen, den Wolfsburger zu befragen, um an wichtige Informationen zur Aufklärung des Tötungsdeliktes zu gelangen. Inwieweit der Gesundheitszustand des 20-Jährigen eine zielführende Befragung zugelassen hat, blieb offen. Die Nachrichtenagentur dpa meldete, der Wolfsburger habe vage Hinweise auf eine weitere Person gegeben.

Angaben der Sprecherin der Staatsanwaltschaft zufolge seien mittlerweile zahlreiche Hinweise zu diesem Fall eingegangen. Die genauen Umstände der Tat seien immer noch unklar. Zu Einzelheiten wollte sich die Sprecherin aus ermittlungstaktischen Gründen nicht äußern.

Für die Öffentlichkeit bleibt damit weiterhin unklar, ob es sich bei dem Tötungsdelikt in Helmstedt um eine Beziehungstat handelt und auf welche Weise die junge Helmstedterin getötet und der 20-jährige Wolfsburger verletzt worden ist. Wie berichtet, hatte die Polizei noch am Tag des Verbrechens eine Fahndung nach einem weißen Auto ausgelöst, jedoch ohne Erfolg. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen soll es Fahndungsmaßnahmen auch im benachbarten Sachsen-Anhalt gegeben haben.

Wie beim Landkreis Helmstedt zu erfahren war, befinden sich die beiden Kleinkinder der getöteten Frau nicht in der Obhut des Jugendamtes. Zu ihrem Verbleib konnte die Behörde daher keine Angaben machen.

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