„Das wäre gegen die Tarifautonomie"
Nein! Entgeltgleichheit per Gesetz durchzuboxen, wäre ein herber Eingriff in die Tarifautonomie. Ich lehne es ab, die Unternehmen zu bevormunden und ihnen per Gesetz vorzuschreiben, wie sie ihre Posten besetzen. Befragungen zeigen immer wieder, dass auch die Mehrheit der Bevölkerung gesetzliche Quoten ablehnt.
Die Überwindung der Entgeltgleichheit ist ausdrückliches Ziel des Koalitionsvertrages. Gleiches Gehalt für gleiche Arbeit muss selbstverständlich sein. Es ist ein Skandal, dass die Gehaltsunterschiede immer noch durchschnittlich 23 Prozent betragen und sogar in führenden Positionen am größten sind.
Die Ursachen für Gehaltsunterschiede müssen erkannt und beseitigt werden. Die FDP-Bundestagsfraktion setzt auf Transparenz bei den Gehaltsstrukturen, zum Beispiel mit Hilfe des von der Bundesregierung eingeführten Logib-D-Verfahrens für Unternehmen. Offenlegen von Gehaltsstrukturen ist die Grundlage für Entgeltgleichheit.
Die Unternehmen sind in der Pflicht, aber auch die Frauen. Die Berufswahl und längere Auszeiten aus dem Beruf nach der Geburt von Kindern sind immer noch häufig ausschlaggebend für Gehaltsunterschiede.
Frauen wählen häufig Berufe mit wenig Aufstiegsmöglichkeiten. Und jedes Jahr länger vom Arbeitsleben pausieren, heißt weniger Gehalt und weniger Rente.
Kinder dürfen kein Karriere-Nachteil für Frauen sein. Deshalb hat die christlich-liberale Koalition ein über 4 Milliarden-schweres Ausbau-Programm für Krippen und Kindergärten auf den Weg gebracht.
Wir brauchen auch flexiblere Arbeitszeiten, die Müttern und Vätern es ermöglichen, Familie und Beruf in Einklang zu bringen.

