517 Unterschriften für kalkarmes Wasser

Grasleben  Die Petition von Bürgern aus der Samtgemeinde richtet sich an den Wasserverband Vorsfelde. Der will nun nach Lösungen suchen, doch das braucht Zeit.

Tim Reinemann (von links) und Stefan Georg überreichen die Petition an den Wasserverbandsvorsteher Karl-Peter Ludwig – im Beisein von Bürgermeisterin Veronika Koch und Geschäftsführer Stefan Schmidt.

Foto: SG-Verwaltung/privat

Tim Reinemann (von links) und Stefan Georg überreichen die Petition an den Wasserverbandsvorsteher Karl-Peter Ludwig – im Beisein von Bürgermeisterin Veronika Koch und Geschäftsführer Stefan Schmidt. Foto: SG-Verwaltung/privat

Die Bürger der Samtgemeinde Grasleben müssen sich einige Zeit gedulden, bis ihr großer Wunsch, kalkarmes Wasser zu bekommen, überhaupt geprüft wird. Zwei bis drei Jahre würden allein dafür noch ins Land gehen. Das hat der Wasserverband Vorsfelde (WVV) gegenüber der Samtgemeinde-Verwaltung mitgeteilt.

Demnach stünde zunächst eine umfangreiche Prüfung technischer Details an, ehe „im Zusammenwirken mit der Samtgemeinde entschieden wird, ob Kosten und Nutzen in einem angemessenen Verhältnis stehen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Graslebener Verwaltungszentrale.

Zur Vorgeschichte: Nachdem die Graslebener Stefan Georg und Tim Reinemann aus privatem Antrieb im April eine Onlinepetition für kalkarmes Trinkwasser gestartet hatten, wurde bald klar, dass sich viele Unterstützer für ihr Anliegen finden lassen. Damit auch ältere Mitbürger die Möglichkeit bekamen, sich zu beteiligen, sind die Initiatoren mit einer Unterschriftenliste von Haus zu Haus gegangen. Am Ende wurde auch diese in die Onlinepetition übertragen. Innerhalb von zwei Monaten konnten so insgesamt 517 Unterschriften gesammelt werden.

Diese überreichten Stefan Georg und Tim Reinemann nun im Beisein von Bürgermeisterin Veronika Koch an Stefan Schmidt, den Geschäftsführer des WVV, und an den Verbandsvorsteher Karl-Peter Ludwig.

Besonders vom harten Wasser betroffen sind neben Grasleben auch Mariental, Barmke sowie Teile der Ortschaft Rottorf. Da liegt die Wasserhärte bei 4,78 Millimol Calciumcarbonat pro Liter, wobei Wasser bereits ab einem wert ab 2,5mmol/l als hart gilt. Damit erhalten diese Ortschaften das härteste Wasser im gesamten Verbandsgebiet.

Bereits im Jahr 2015 hatte sich der Vorstand des Wasserverbandes bereits mit Planungen für eine zentrale Enthärtungsanlage für das Wasserwerk Mariental auseinandergesetzt. Dabei zeigte sich laut Schmidt jedoch, dass der Bau einer solchen Anlage aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht genehmigungsfähig sei.

Schmidt berichtete, dass aktuell weitere Alternativen geprüft werden, zum Beispiel die Beimischung von weicherem Wasser. Fest stünde aber bereits schon jetzt, dass dadurch höhere Kosten entstehen, die dann wiederum durch die Wasserpreise gedeckt werden müssten.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder