In Gifhorn soll es Kinderbetreuung rund um die Uhr geben
Gifhorn Diakonie und DRK wollen die erste 24-Stunden-Kindertagesstätte bauen. Der Standort der Einrichtung wird auf dem Sozial- und Gesundheitscampus sein.
Auf einem Gelände rechts neben der Christinenstiftzufahrt soll die Kindertagesstätte entstehen, die die Diakonischen Heime Kästorf bauen, aber das Deutsche Rote Kreuz Gifhorn führen wird. Bis zu 100 Kinder in zwei Krippen-, zwei Kindergarten- und einer Hortgruppe sollen Platz in dem neuen Gebäude finden.
Wie es aussehen und was es kosten wird – das ist laut Diakoniesprecherin Ingetraut Steffenhagen im Moment noch offen. Fünf Architektenbüros seien von der Diakonie im Rahmen eines Wettbewerbs beauftragt worden, Entwürfe einzureichen. Die würden, derzeit zusammen mit den Kostenvoranschlägen geprüft und verglichen. Wann das Vorhaben umgesetzt wird, sei davon abhängig, für welchen Entwurf sich die Beteiligten entscheiden, welchen Kostenrahmen das Projekt haben wird und wie schnell alle „auf dem Campus mit ins Boot geholt“ werden können.
Steffenhagen: „In erster Linie ist die Kindertagesstätte für Kinder von Mitarbeitern des Christinenstifts und den Einrichtungen der Diakonie in Kästorf gedacht, aber natürlich auch für Kinder von Mitarbeitern der anderen Einrichtungen auf dem Campus, wie der Klinik. Ich gehe aber auch davon aus, dass die Kindertagesstätte für andere Interessierte geöffnet werden muss.“
Das Rhön-Klinikum, so Geschäftsführer Dieter Kaffke, sei sehr daran interessiert, für die Mitarbeiter im Wechseldienst Krippen- und Kindergartenplätze von den in Gifhorn bewährten Trägern angeboten zu bekommen, auch von Diakonie und DRK. Wichtig seien hierbei die Öffnungszeiten wegen des Schichtdienstes.
Steffenhagen bestätigt: „Wir brauchen hier ein Angebot, mit dem wir flexibel auf immer unterschiedlichere Arbeitszeitmodelle reagieren können.“ Dies zu unterstützen, so Kaffke, sei auch Aufgabe moderner Kommunen. Kaffke: „Neigungen, eine solche Einrichtung selbst oder mit zu betreiben, gab es jedoch unsererseits in Ermangelung der hierfür notwendigen Kompetenz, zu keiner Zeit.“
Der nun doch möglichen Bebauung auf dem Christinenstiftgelände sei eine lange Phase der Planung vorausgegangen, so der Klinikchef. Gemeinsam sei die Bebauung einer Ausgleichsfläche des Klinikums gegenüber dem Mitarbeiterparkplatz am Kreisel geprüft worden. Kaffke: „Hohe Erschließungskosten, rund 250 000 Euro, führten zu einem Scheitern, es wurde nach Alternativen gesucht, die nun gefunden worden sind.“ Er freue sich, dass der Sozial- und Gesundheitscampus um eine Einrichtung erweitert wird. Kaffke: „Genau diese Entwicklung wünschten sich Herr Hoppe von den Diakonischen Heimen und ich, als die Idee der offenen Allianz der Leistungserbringer geboren wurde.“

