GmbH betreibt „Paläon“, Wilckens Interims-Geschäftsführer
Helmstedt Eine GmbH soll das Speere-Erlebniszentrum „Paläon“ in Schöningen betreiben. Zu den drei Gesellschaftern gehört die Projekt Region Braunschweig mbH.
Sie wird mit 25 Prozent an der Betreibergesellschaft beteiligt sein, ebenso wie der Förderverein Schöninger Speere. Mit 50 Prozent ist die Stadt Schöningen im Boot. Am Mittwoch soll der Gesellschaftervertrag im Schöninger Rathaus unterzeichnet werden.
Die Betreibergesellschaft trägt das wirtschaftliche Risiko und wird zum Beispiel für die Personalbeschaffung zuständig sein, ein Geschäftsführer für das Paläon soll im Herbst benannt werden. Das bestätigte Schöningens Bürgermeister Henry Bäsecke im Gespräch mit unserer Zeitung. Als Interims-Geschäftsführer stellt sich der frühere Chef der Braunschweigischen Kohlen-Bergwerke AG (BKB) in Helmstedt und ehemalige Vorstandsvorsitzende von Eon-Mitte, Henrich Wilckens, ehrenamtlich zur Verfügung. Wilckens gehört zu den Top-Managern, die sich seit vielen Jahren auf vielfältige Weise für die Belange der Region und speziell für den Landkreis Helmstedt engagieren.
„Wir gehen nach einer Analyse vergleichbarer Projekte in Deutschland nicht davon aus, dass das Paläon rote Zahlen schreiben wird“, sagte Bäsecke am Dienstag. Für eine Absicherung sorge die Tatsache, dass sich Sponsoren bereiterklärt hätten, in den ersten fünf Jahren des Betriebs eine finanzielle Unterstützung zu leisten. Wer zu diesen Sponsoren gehört, dazu wollte Bäsecke keine Angaben machen. Nach Informationen unserer Zeitung werden sich Volkswagen sowie regionale Banken für das 15 Millionen Euro teure Erlebniszentrum engagieren, in dem von 2013 an die ältesten Jagdwaffen der Menschheit, die 350 000 Jahre alten Schöninger Speere, präsentiert werden – eingebettet in ein facettenreiches Ausstellungskonzept, dessen Details noch unter dem Deckel gehalten werden.
