Hilfskräfte zeigten gemeinsam, was sie leisten
Warberg Unter dem Motto „Kurz die Welt retten“ luden die Hilfsorganisationen am Sonnabend auf die Burg Warberg ein. Besucherzahl stieg erst am Nachmittag.
„Auf das Wetter haben wir keinen Einfluss, aber zum Glück hörte der Regen im Laufe des Tages auf und es fanden doch noch mehr Besucher den Weg zur Burg, aber über eine stärkere Beteiligung der Bürger hätten sich alle gefreut.“ Diese Bilanz zog Burgherr Peter Link am Abend nach Ende des ersten S.O.S.-Tages mit rund 350 Mitwirkenden der Hilfsorganisationen aus dem Landkreis Helmstedt.
Beeindruckte zeigte sich Peter Link von der Abschlussübung, bei der sich Polizei, Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz auf dem Burghof um zwei eingeklemmte Insassen in einem Unfallauto kümmerten. „Hand in Hand arbeiteten Feuerwehr und DRK beim Bergen der Verletzten zusammen und bewiesen ihre Leistungsfähigkeit“, meinte Link. Schade, dass diese Darbietungen und alle Angebote an den Ständen nicht mehr Menschen gesehen haben.
„Alle Beteiligten waren motiviert und mit Freude dabei und schon das gemeinsame Vorbereiten von Darbietungen ist für die Hilfsorganisationen ein Mehrwert gewesen“, resümierte Matthias Gericke von der Volksbank, die diese Premiere stark unterstützte.
Die ehrenamtlichen Hilfskräfte vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), der Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Technischen Hilfswerks (THW) und die Polizei stellten sich in und an der Burg Warberg vor. Im Dauerregen mussten die Beteiligten am Morgen alles aufbauen. Die Besucher konnten dort Vorführungen der Hilfsorganisationen erleben und die Ausstattung der verschiedenen Beteiligten anschauen, aber auch Mitmachen war möglich.
Zum Beispiel können Gäste beim THW mit einem Hebekissen ein THW-Fahrzeug anheben. Kinder können mit Schlauchboot fahren, sich schminken lassen oder mit einem Ball am Seil versuchen, in ein Planschbecken zu treffen.
„Die Hilfskräfte opfern ihre Freizeit für die Allgemeinheit, dies ist zwar richtig, aber nicht ganz, denn sie nutzen ihre Freizeit beziehungsweise Arbeitszeit auch gewinnbringend, für sich und andere hob der stellvertretende Landrat Norbert Dinter hervor.
Viele Ideen seien für den S.O.S.-Tag gesammelt und verwirklicht worden, freute sich Matthias Gericke. Hautnah war für die Besucher möglich, die Fahrzeuge und Ausstattung sowie Einsätze sehen zu können. Für den großen Aufwand auch im Vorfeld sowie an dem Tag mit dem Auf- und Abbau hätten sich alle besseres Wetter, das zu spät gut wurde, und mehr Interesse für den ehrenamtlichen Einsatz der Hilfsorganisationen erhofft.



