Löschangriffe mit Tempo und Präzision
Jerxheim-Bahnhof Beim Kreiswettkampf der Feuerwehren des Landkreises Helmstedt ging es am Sonntag um Geschwindigkeit, Genauigkeit und reibungslose Zusammenarbeit.
Auch wenn die Wettbewerbe der Feuerwehren mit jährlich gleicher Aufgabenstellung und gewissermaßen unter Laborbedingungen stattfinden, liefern sie doch einen Überblick über Fitness und Fähigkeiten der Brandbekämpfer – für einen echten Einsatz immens wichtig.
Ulrich Rühmann, Abschnittsleiter Süd, beobachtete das Treiben Auf dem Gelände der Firma Thormann in Jerxheim-Bahnhof aufmerksam und hatte ein gutes Gefühl. „Es sah gut aus“, sagte er, „die Gruppen waren qualitativ sehr gut.“ Der Wettbewerb bilde die Grundtätigkeit der Feuerwehr ab. Dass alles so gut funktioniere, sei ein Leistungsnachweis für die Führungskräfte.
Drei Wettbewerbsteile hatte jede der Gruppen innerhalb von maximal zehn Minuten zu absolvieren:
An einem offenen Gewässer in Gestalt eines mit Wasser gefüllten Containers war die Wasserentnahmestelle herzustellen. Hier zeigte sich bereits der Unterschied der beiden Wertungsgruppen: Die „Tragkraftspritzen-Gruppen“ (TS) hatten eine bis zu 190 Kilogramm schwere tragbare Pumpe dabei, die „Löschgruppenfahrzeug-Gruppen“ (LF) nutzten als die fest eingebaute Fahrzeugpumpe.
Beim Kapitel Brandbekämpfung galt es, nach Verlegen der Schläuche und laut hörbarem „Wasser marsch“, mit dem Wasserstrahl die blauen Kanister vom Sockel zu stoßen.
Schließlich gehörte der Leitereinsatz zum Löschangriff, denn um auf das bereit stehende Gerüst zu gelangen, war eine Steckleiter zu benutzen. Möglichst so, dass sich niemand verletzt.
40 Gruppen nahmen laut Feuerwehr-Sprecher Gerald Kammann am Wettbewerb teil – davon 30 LF- und zehn TS-Gruppen. Die drei besten haben sich für den Landesvorentscheid am 2. September in Wolfsburg qualifiziert.
Sieger bei den TS-Gruppen wurde Scheppau (Vorjahr: Platz 2), gefolgt von Klein Steimke (5) und Rotenkamp (13).
Bei den LF-Gruppen siegte Rhode vor Wolsdorf (4) und Esbeck (2).



