Piratenpartei gründet Stammtisch in Helmstedt
2011-12-05T18:36:02+0100Sie ist neu, sie ist jung, sie ist anders – die Piratenpartei schwimmt gegen den Strom und ist dabei so erfolgreich wie nie zuvor. Nun will sie auch in der Helmstedter Kommunalpolitik aktiv werden.
Der Wahlerfolg in Berlin hat den Piraten einen großen Schwung gegeben. "Unsere Mitgliederzahlen steigen bundesweit, deshalb wollen wir in der Kommunalpolitik aktiv werden", sagt Marc Richter. Der 24-jährige Pirat organisiert den Helmstedter Stammtisch.
Beim ersten Treffen war die Runde mit fünf Teilnehmern klein aber bunt. "Es haben unter anderem ein Ingenieur, ein selbstständiger Mediendesigner und eine Arbeitslose teilgenommen", sagt Richter. Der Altersdurchschnitt reicht von Mitte 20 bis hoch ins Rentenalter.
Richter hofft mit dem Stammtisch mehr Menschen für die Ziele der Piraten zu interessieren. Die kommunalen Ziele der Piratenpartei stehen noch nicht fest. "Uns war wichtig, erst einmal einen Stammtisch zu gründen und so eine gemeinsame Satzung zu erarbeiten", erklärt Richter.
Seitdem die Berliner Piratenfraktion mit knapp neun Prozent der Wählerstimmen in das Abgeordnetenhaus eingezogen ist, sei das Interesse an den Piraten groß, meint Richter. "Ich werde immer wieder gefragt, wofür wir stehen."
Die Piratenpartei fordert mehr Transparenz seitens Politik und Behörden. Das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung lehnen sie entschieden ab. Auch fordern die Piraten ein bedingungsloses Grundeinkommen und freien Zugang zu öffentlichem Nahverkehr.


