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Helmstedt

TSV Danndorf droht die Auflösung

Danndorf Niemand will den Vorsitz des TSV Danndorf übernehmen. Nach fast 98-jährigem Bestehen droht dem Verein die Auflösung.

Von Toni Korporal

Wenn am 24. März (19 Uhr, Bierbrunnen) die Jahresversammlung stattfindet, muss eine neue Führungsriege gewählt werden. Joachim Schäfer, der vor zwei Jahren zum Vorsitzenden gewählt worden war, steht aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Trotz monatelanger intensiver Suche hat sich bisher kein Kandidat für die Nachfolge gefunden. Besetzt werden müssen auch die Vorstandsposten Schriftführer, Platzwarte, Pressewart und Fahnenträger. „Wir hatten eine vernünftige Mittelfristplanung“, sagt Joachim Schäfer. Vor drei Jahren habe es einen Vorstand gegeben, aus dessen Reihen eigentlich einer 2012 den Vereinsvorsitz übernehmen sollte. Dass Schäfer es nicht sein würde, stand schon damals fest. Inzwischen hätten sich jedoch „die persönlichen Rahmenbedingungen einzelner Vorstandsmitglieder verändert“, so dass die Pläne nicht mehr realisierbar seien. Die Absagen seien vornehmlich beruflich bedingt gewesen. Deshalb habe man im August vergangenen Jahres mit der Suche wieder von vorn begonnen. „Die Planung wurde komplett über den Haufen geworfen“, so Schriftführer Siebert Kloster.

Die Zeit drängt. „Nach gültigem Vereinsrecht und bestehender Satzung müsste der jetzige Vorsitzende den Verein noch maximal ein Jahr kommissarisch weiterführen“, erklärt Kloster. „Findet sich in der Zeit kein Vorsitzender, wird der Verein aufgelöst.“ Die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, sei rückläufig. Das sei bei vielen Vereinen in der Umgebung der Fall. Joachim Schäfer berichtet, dass schon viele Vereinsmitglieder angesprochen worden seien. Und: „Es gibt Leute, denen man das zutraut.“ Aber das hat die Suche bisher nicht vorangebracht. Auch von Mitgliedern, die nicht berufstätig sind und eigentlich Zeit für die Vorstandsarbeit hätten, habe man sich eine Abfuhr geholt, ergänzt Kloster.

Schäfer und Kloster hoffen, dass die Geschichte des TSV nicht vor dessen hundertstem Geburtstag endet. „Wir haben was erreicht, darauf können wir stolz sein“, sagt Schäfer und verweist auf den vor zwei Jahren in Eigenleistung fertiggestellten Vereinsheim-Anbau, die Erfolge im Fußball, den regen Zuspruch in der Jazz-Dance-Sparte und die gute Nachwuchs-Situation. Wer an der Arbeit im TSV-Vorstand – insbesondere als Vorsitzende(r) Interesse hat, melde sich bei Joachim Schäfer unter Telefon (05364) 2680.

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Veröffentlicht: 21.02.2012 - 18:03 Uhr
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