Viel Beifall für zwei Stunden spannende Theaterunterhaltung
Peine Textsicher waren sie und bewiesen Gesangstalent: Rund 60 Schüler des Vechelder Gymnasiums in der Aula das Theaterstück „Krabat“ aufgeführt.
Der österreichische Komponist Cesar Bresgen (1913 bis 1988) hat den Jugendroman „Krabat“ von Ottfried Preußler in ein Musiktheaterstück verwandelt: Die Gymnasiasten haben dieses Stück nun präsentiert – fast zwei Stunden spannende Unterhaltung waren das Ergebnis, vonnöten war bei den Darstellern eine gehörige Portion Mut, Engagement und Spielkunst. „Das war sensationell, ich bin stolz auf Euch. Das beweist, dass Schule auch Spaß machen kann“, lobte Andreas Stein, Direktor des Julius-Spiegelberg-Gymnasiums, die Schüler.
Erzählt wird die Geschichte von Krabat (Hannah Zielke), einem Jungen, der bei einem geheimnisvollen Müller-Meister (gespielt von Erik Anton) in die Lehre geht, die schwarze Magie kennenlernt und sich in Komplikationen verstrickt. Unter der Leitung von Tatjana Brück (Kunst- und Deutschlehrerin) und Andrea Laatsch (Musik- und Deutschlehrerin) entstand ein atmosphärisch dichtes und aufregendes Stück über Macht und Machtmissbrauch, Freundschaft und Liebe.
Außer Krabat verdienen weitere elf Knechte ihren Lebensunterhalt in den beklemmenden Mauern der Mühle, wo sie sehr harte Arbeit verrichten müssen. In dem freundlichen Juro und dem Altgesellen Tonda findet der Krabat zwei Verbündete, wobei er bald merkt, dass etwas mit dem Ort nicht ganz stimmt.
Gemeinsam mit Juro enthüllen sie das Mysterium, wie das Unheil der Mühle zu besiegen ist. Nur die Liebe einer Frau kann – zusammen mit Krabats Willen – die Verwünschung auflösen. Krabat schafft es schließlich – vom Meister unbemerkt –, eine Verbindung mit dem Mädchen Kantorka (Elena Lerch) einzugehen. Nun beschließen Juro und Krabat, dem Meister in der kommenden Silvesternacht das Handwerk zu legen.
In der Nacht vor dem Jahreswechsel erscheint Kantorka in der Mühle, in der sie den Meister dazu auffordert, den Fluch zu brechen und Krabat gehen zu lassen. Doch der Müller stellt eine Bedingung: Kantorka muss Krabat unter allen Gesellen erkennen, und zwar mit verbundenen Augen. Scheitert sie, so bedeute das den Tod – für Krabat und für sie. Kantorka erkennt jedoch Krabat – an dessen Ängstlichkeit. Die Aufgabe ist gelöst, der Fluch wird von der Mühle genommen, der Meister stirbt nun selbst in der Silvesternacht.
Langer Applaus für die Schüler, die jeweils eine Rose als Dank für ihr beherztes Spiel erhielten.


