Wenn junge Leute die Stadt entlasten
Salzgitter Neue Freiwillige verbessern den Bürgerservice in der Stadt Salzgitter. Die Verwaltung ist zufrieden und denkt über einen weiteren Ausbau nach.
Die Einführung des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) hat der Stadt Salzgitter elf zusätzliche Mitarbeiter beschert. Seit September 2011 verstärken sie den Bürgerservice vor allem in Einrichtungen für Kinder, Jugendliche, Senioren und Kultur.
Bis zum Juli 2011 unterstützten drei Zivildienstleistende die Kommune vor allem im Dienstleistungsbereich. Heute sind es 13 BFD-Bedienstete und eine Kraft im Freiwilligen Sozialen Jahr, die in acht unterschiedlichen Aufgabenfeldern tätig sind. Die Verwaltung bewertete diese Zahlen gestern in einer Vorlage im Umwelt- und Klimaschutzausschuss als erfolgreichen Start. Ein Ausbau des Einsatzes Freiwilliger in der Kommune sei möglich, hieß es.
Derzeitiger Einsatzschwerpunkt sind die Kinder- und Jugendtreffs. Allein 7 der 14 Freiwilligen setzt die Stadt hier ein – vor allem für handwerkliche Aufgaben und gärtnerische Hilfstätigkeiten, aber auch für Fahrdienste. In den Treffs Bambula, Graffiti, Gebhardshagen, Hamberg und Forellenhof übernehmen die vorwiegend jungen Leute die pädagogische Begleitung vor Ort.
Weitere Tätigkeitsfelder sind die Unterstützung der Jugendberufshilfe, der Seniorenbüros (beispielsweise durch soziale Hilfsdienste), aber auch Aufgaben im Bereich der Veranstaltungsarbeit und des Denkmalschutzes. Freiwillige, die für ein Jahr 39 Wochenstunden ableisten, erhalten ein Taschengeld in Höhe von monatlich 330 Euro und kostenloses Mittagessen. Für sie werden Sozialversicherungsbeiträge gezahlt, es gibt professionelle Betreuung, mindestens 26 Urlaubstage, 25 kostenlose Seminartage sowie ein qualifiziertes Zeugnis. Für die Kommune ist das BFD eine Kostenersparnis: Statt maximal jährlich 5900 Euro (FSJ/FÖJ) zahlt sie je BFD-Platz allenfalls 2900 Euro.



