Uni Göttingen gehört nicht mehr zur Elite
Göttingen Die Universität Göttingen darf sich nicht mehr mit dem Titel „Elite-Uni“ schmücken. Auch die NTH scheiterte bei der „Exzellenz-Initiative“.
Die Universität Göttingen hat in der neuen „Exzellenz-Initiative“ des Bundes zur Wissenschaftsförderung den Status einer Elite-Universität verloren. „Das ist ein herber Rückschlag für Niedersachsen“, erklärte die SPD-Landtagsabgeordnete Gaby Andretta. Göttingen erhielt von 2007 bis 2012 als Exzellenz-Uni 74 Millionen Euro.
Das Wissenschaftsministerium in Hannover verwies auf Erfolge Göttingens in anderen Förderbereichen. Auch Projekte der Universität Oldenburg und der Medizinischen Hochschule Hannover seien unter anderen erfolgreich gewesen, betonte Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU).
Die Niedersächsische Technische Hochschule (NTH), ein Verbund der Universitäten Braunschweig, Clausthal und Hannover, scheiterte im Förderbereich Graduiertenschulen. „Das Team hat hervorragende Arbeit geleistet, musste sich aber der starken Konkurrenz beugen“, erklärte der derzeitige NTH-Präsident Thomas Hanschke von der Uni Clausthal.
2,7 Milliarden Euro hatten Bund und Länder in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative zu vergeben. Das Geld fließt bis 2017 in drei Förderprogramme: Zukunftskonzepte (Elite-Unis), Graduiertenschulen für den wissenschaftlichen Nachwuchs und fachübergreifende Spitzenforschungsprojekte (Exzellenzcluster). 75 Prozent der Kosten trägt der Bund, den Rest die Länder.



