Platz zwei und drei für Ludolph und Knipphals
Braunschweig. Beim Leichtathletik-Länderkampf in Glasgow überzeugten im deutschen Team zwei Sportler aus unserer Region.
Als fleißige Punktesammler für das deutsche Team waren Sören Ludolph und Sven Knipphals beim Leichtathletik-Länderkampf in Glasgow unterwegs. Der deutsche 800-Meter-Meister von der LG Braunschweig lief als Zweiter durchs Ziel, der Sprinter des VfL Wolfsburg als Dritter über 200 Meter.
Allerdings verfehlte die DLV-Auswahl ihr Ziel Titelverteidigung. Hinter Olympia-Gastgeber Großbritannien mussten sich die Deutschen punktgleich mit Russland mit Rang drei begnügen. Dabei gab die höhere Zahl von Einzelsiegen den Ausschlag für die Russen. Für den DLV gewannen lediglich Stabhochspringer Karsten Dilla (5,72 Meter) und 1500-Meter-Läuferin Denise Krebs (4:25,09) ihre Disziplinen. „Schade, dass wir als Team so knapp am zweiten Platz vorbei gekratzt sind“, meinte Knipphals.
Er selbst war bei seiner Glasgow-Premiere allerdings sehr zufrieden mit sich. Der Wolfsburger musste auf Bahn eins, der schlechtesten bei einem Hallenwettkampf, antreten. So setzte er sich erstmal das Nahziel, den Russen Roman Smirnov (Saisonbestzeit von 21,47 Sekunden) auf Bahn zwei zu schlagen.
Das gelang, und auch Calvin Smith (USA) hatte das Nachsehen. Knipphals musste in 21,58 Sekunden nur dem Briten Danny Talbot (21,17) und hauchdünn Sprintstar Kim Collins (Sant Knitts, 21,39) den Vortritt lassen. „Am Ende bin ich mit 21,58 die schnellste Zeit gelaufen, die je bei dem Länderkampf auf Bahn eins gelaufen wurde“, jubelte der 26-Jährige. „Und ich bin mir sicher, dass ich so gut in Form bin, dass ich auf einer anderen Bahn um den Sieg hätte mitlaufen können.“
In zwei Wochen plant Knipphals, der in England studiert, die Revanche gegen Talbot bei den britischen Titelkämpfen. Dort will er erstmals unter 21 Sekunden bleiben.
Nicht ganz so zufrieden war Sören Ludolph trotz des zweiten Platzes über 800 Meter in 1:49,14 Minuten. „Ich habe einen taktischen Fehler gemacht, einmal kurz nicht aufgepasst“, rügte sich der Braunschweiger selbst dafür, dass er den Briten Joe Thomas (1:47,35) anfangs der Zielgeraden davonsprinten ließ. „Und wenn erstmal eine kleine Lücke da ist, wird es schwer – da habe ich das Rennen aus der Hand gegeben.“
Immerhin übersprintete er beim Versuch, Thomas noch einzuholen, den Kenianer Boaz Lalang und sicherte Rang zwei und gab sich versöhnlich: „Dafür, dass ich ohne gezielte Hallenvorbereitung gestartet bin, war das eigentlich ein zufriedenstellendes Ergebnis.“
