Feuerwehr Braunschweig ist schneller da, wenn’s brennt

Braunschweig.   Wenn es brennt, muss alles schnell gehen. Die Feuerwehr Braunschweig ist 2018 besser darin geworden, ihre Tempo-Vorgaben zu erreichen.

Feuerwehrübung in der Simonstraße: Die Feuerwehr Braunschweig erreicht ihre Schutzziele immer besser.

Feuerwehrübung in der Simonstraße: Die Feuerwehr Braunschweig erreicht ihre Schutzziele immer besser.

Foto: Privat

Die Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplans zeigt erste Ergebnisse. Laut einer Mitteilung der Stadt hat die Feuerwehr Braunschweig im vergangenen Jahr ihre Schutzziele deutlich besser erreichen können. Das Schutzziel der Stufe 1 sei in 71,5 Prozent der schutzzielrelevanten Einsätze eingehalten worden, das Schutzziel der Stufe 2 in 93,4 Prozent. Vor der Aufstellung des Feuerwehrbedarfsplans lagen die Quoten bei 65 beziehungsweise 84 Prozent. Damit werde nun das Schutzziel in der Stufe 2 erreicht und übertroffen.

Die Qualitätskriterien der Arbeitsgemeinschaft der Berufsfeuerwehren empfehlen einen Erreichungsgrad von mindestens 90 Prozent in beiden Stufen.

Was bedeuten die Schutzziele? Stufe 1: Innerhalb von 9,5 Minuten nach dem Notruf soll der Erstangriff zur Menschenrettung mit zehn Funktionen (qualifizierte Einsatzkräfte der Feuerwehr) erfolgen. Stufe 2: Innerhalb von 14,5 Minuten sollen weitere sechs Einsatzkräfte an der Einsatzstelle eintreffen, um bei der Menschenrettung zu unterstützen und die Brandbekämpfung, die Entrauchung sowie die Eigensicherung zu übernehmen.

Die Werte der Feuerwehr Braunschweig gehen aus dem Jahresbericht 2018 hervor, der jetzt den Gremien öffentlich zur Verfügung gestellt wurde. Die Verbesserung resultiert laut der Mitteilung daraus, dass die Fahrzeugbesatzungen der Berufsfeuerwehr durch vier zusätzliche Funktionsstellen verstärkt, die Alarmverbünde der Freiwilligen Feuerwehren ausgeweitet und die Ortsfeuerwehren stärker einbezogen wurden. „Die Feuerwehr ist auf einem guten Weg“, kommentiert der für die Feuerwehr zuständige Ordnungsdezernent Claus Ruppert. „Wir arbeiten daran, auch die weiteren vom Gutachter empfohlenen Maßnahmen umzusetzen. Dazu zählt insbesondere der Bau einer neuen Feuerwache im Südwesten und einer weiteren im Norden der Stadt.“ Im Norden und in der Weststadt sei die Schutzzielerreichung der Stufe 1 noch deutlich geringer.

Die Anzahl der Brandeinsätze ist im vergangenen Jahr insgesamt gestiegen. Dies liege unter anderem an dem sehr trockenen und heißen Sommer. Auch bei den Hilfeleistungen gab es einen Anstieg, dieser lasse sich mit den zahlreichen Baumgießeinsätzen erklären. Die Mitgliederzahl der Freiwilligen Feuerwehren wuchs bei den Erwachsenen gegenüber 2017 um 93 auf 1183, bei der Jugendfeuerwehr legte von 431 auf 442.

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