Erneut Tür des Bündnis-gegen-Rechts-Sprechers beschmiert

Braunschweig.  Nach der mutmaßlichen Säureattacke in Braunschweig gab es erneut einen Vorfall am Mehrfamilienhaus, in dem David Janzen wohnt.

Erneut ist in der Nacht zu Samstag die Tür des Hauses, in dem David Janzen, Sprecher des Bündnis gegen Recht, wohnt, beschmiert worden. 

Erneut ist in der Nacht zu Samstag die Tür des Hauses, in dem David Janzen, Sprecher des Bündnis gegen Recht, wohnt, beschmiert worden. 

Foto: David Janzen

In der Nacht zu Samstag ist erneut die Tür des Mehrfamilienhauses, in dem der Sprecher des „Bündnis gegen Rechts“, David Janzen, wohnt, beschmiert worden. Laut Pressemitteilung des Bündnisses „mit einer roten, zähflüssigen Substanz (vermutlich Ketchup)“. Die Polizei bestätigt, dass es einen Vorfall gegeben habe.

Um 1.26 Uhr erhielt die Polizei Kenntnis von dem Vorfall, wie Polizeisprecherin Carolin Scherf berichtet. Scherf bestätigt, dass die Eingangstür großflächig mit einer roten, klebrigen Substanz beschmiert gewesen sei. Die Kriminalpolizei sicherte Spuren vor Ort, die Anwohner reinigten die Tür mit eigenen Mitteln. Daher gehe die Polizei auch nicht von einer Straftat im Sinne einer Sachbeschädigung aus, so die Sprecherin. Allerdings: „Inwiefern die Tat in einem größeren Zusammenhang strafrechtlich relevant ist, werden die weiteren Ermittlungen ergeben.“

Janzen macht den Behörden und der Polizei in der Mitteilung schwere Vorwürfe und kündigt an, „auf der politischen Ebene“ Druck machen zu wollen. Zudem wolle man beratschlagen, wie man „selbst für eine solidarische Unterstützung und einen Schutz für Betroffene von rechten Bedrohungen und Angriffen in dieser Stadt sorgen könne“.

Die erneuten Attacken seien Aktionen der örtlichen Naziszene. Davon ist Verdi-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller überzeugt: „Seit Jahren laufen in unserer Stadt gewalttätige Rechtsextremisten herum, greifen Menschen an, beschmieren Wände und Mauern mit Nazisymbolen und Nazipropaganda und bedrohen alle, die ihrem Menschenbild nicht entsprechen.“

Verdi erwarte, dass Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz dieser Bedrohung endlich Herr werden: „Überall hört man Bekenntnisse gegen Rassismus, gegen Antisemitismus und gegen Rechtsextremismus und zugleich kann das rechtsextreme Pack immer weiter Straftaten begehen.“

Bereits am Donnerstag hatte es einen mutmaßlichen Säureangriff auf das Haus gegeben. eng

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