Alte Musik junger Damen eröffnet Braunschweigs Musikschultage

Braunschweig.  Die 29. Musikschultage werden heute im Staatstheater eröffnet und bieten eine Woche voller Musik – bei freiem Eintritt.

Das Septett für Alte Musik an der Städtischen Musikschule Braunschweig gewann jüngst bei „Jugend musiziert“ und erhält im Eröffnungskonzert der Musikschultage den Louis-Spohr-Jugendmusikförderpreis.

Das Septett für Alte Musik an der Städtischen Musikschule Braunschweig gewann jüngst bei „Jugend musiziert“ und erhält im Eröffnungskonzert der Musikschultage den Louis-Spohr-Jugendmusikförderpreis.

Foto: Andreas Berger

Mit virtuoser Musik von Telemann, Purcell und Dowland hatten die sieben jungen Damen keine Schwierigkeiten, sie überzeugten die Fachjury bei „Jugend musiziert“ und werden nun im Eröffnungskonzert der Musikschultage mit dem Louis-Spohr-Jugendmusikförderpreis ausgezeichnet. Die Preissumme machte dagegen etwas Probleme: 1000 Euro durch 7, das rechnet sich nicht so leicht. Inzwischen wissen sie, dass jede mit 142,80 Euro bedacht wird.

Zusammengefunden hat sich das Septett für Alte Musik auf Anregung von Blockflötenlehrerin Annette Berryman, denn „Jugend musiziert“ hatte dieses Jahr die Sparte Alte Musik eröffnet. Fünf Blockflöterinnen (Clara Bielert, Amélie Scharf, Paula Saborowski, Nele Zaim, Michala Sievers), eine Cembalistin (Elsa Lindemann) und die Sopranistin Charlotte Moß vertieften sich in die Barockmusik. Elsa, die eigentlich Klavier lernt, nahm extra ein paar Stunden Cembalounterricht. „Man muss es leicht anschlagen. Ich mag den Klang, er hallt nicht so lange nach wie am Klavier“, resümiert sie.

Charlotte kam durch Soli in der Domsingschule auf die Idee, Gesangsstunden zu nehmen. Die 15-Jährige hat sich schon mit Liedern von Schubert und Mozart befasst. Unmodern? „Das Spannende an den Liedern ist, dass jeder den Text ganz individuell interpretieren kann. Man muss selbst herausarbeiten, was einen anspricht.“ Flötistin Amélie betont, dass sie auch viel zeitgenössische Musik spielen.

Das Üben ist den jungen Musikerinnen keine Last. „Wenn ich die Schule hinter mir habe, ist das Spielen wie Entspannung. Es bringt mich in eine andere Welt“ sagt Michal. Laut Nele treffen sie sich auch privat zum Üben – und manchmal auch zum Kuchenbacken.

Eröffnungskonzert der Musikschultage mit Beiträgen aller Sparten und Verleihung des Louis-Spohr-Jugendmusikförderpreises am Sonnabend, 16. November, 18 Uhr, im Großen Haus des Staatstheaters Braunschweig.

Das Jugend-Sinfonie-Orchester der Städtischen Musikschule Braunschweig hat unter Leitung seines langjährigen Dirigenten Knut Hartmann am niedersächsischen Wettbewerb für Laien-Orchester in Verden/Aller mit hervorragendem Erfolg abgeschnitten und wurde eingeladen, das Land im kommenden Jahr beim Deutschen Orchesterwettbewerb in Bonn zu vertreten.

Am Sonntag, 18 Uhr, spielt es unter Leitung von Knut Hartmann auch bei den Musikschultage im Congress-Saal der Stadthalle sein Konzert mit der Farandole von Georges Bizet, der „Brücke am Tay“ von Tobias Rokahr und „Raptus“ von Enjott Schneider sowie dem Cellokonzert von Antonin Dvorák, Solistin ist Ex-Orchestermitglied Luise Frappier. Sie hat inzwischen in Dresden, Paris und Lübeck Cello studiert und ist derzeit Mitglied im Opernorchester in Koblenz.

Das Gesamtprogramm der Musikschultage (Eintritt frei!) vom 15. bis 23. November unter: www.braunschweig.de/staedtische_musikschule/Aktuell.php

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