Spielplätze von 36 Braunschweiger Kitas werden aufgemöbelt

Braunschweig.  Die Stadt investiert 600.000 Euro in Kletterpyramiden, Matschplätze, Balancierbalken und Co. Im Frühjahr beginnen die Arbeiten.

Etwa jede vierte Kita in der Stadt profitiert von der Investition.

Etwa jede vierte Kita in der Stadt profitiert von der Investition.

Foto: MNStudio / Getty Images

Im kommenden Jahr soll in vielen Braunschweiger Krippen und Kindergärten der Außenbereich aufgewertet werden: Alte Großspielgeräte sollen ersetzt und neue installiert werden. 600.000 Euro investiert die Stadt, das hat der Grünflächenausschuss einstimmig beschlossen. Im Frühling sollen die Arbeiten beginnen und bis zum Herbst 2020 abgeschlossen sein.

Hintergrund: Vor zwei Jahren hatte der Rat der Stadt beschlossen, die Mehreinnahmen der Stadt aus der Neugestaltung der Kita-Gebühren in Höhe von jährlich rund 2,5 Millionen Euro zur Qualitätsentwicklung der Einrichtungen zu verwenden. Ein Maßnahmenkatalog wurde erstellt, der unter anderem einen Sonderfonds für die Erneuerung und den Ersatz von Großspielgeräten in Kitas beinhaltet. 575.000 Euro wurden dafür bereitgestellt. Da das für die anstehenden Arbeiten nicht reichen wird, stockt der Fachbereich Stadtgrün und Sport den Betrag um 24.000 Euro auf.

Der Stadtelternrat der Kitas begrüßt das Vorhaben

Die Anforderungen an zeitgemäße Spiel- und Bewegungsräume hätten sich im Laufe der Jahrzehnte verändert, heißt es in der Vorlage: Ein guter Teil der Kinder würde heutzutage auch den Nachmittag in Kitas verbringen, deshalb werde es zunehmend wichtiger, die Außenanlagen abwechslungsreicher und hochwertiger zu gestalten.

36 Kitas, davon 21 in städtischer und 15 in freier Trägerschaft, sollen bedacht werden – und damit etwa jede vierte Einrichtung. Der Investition sei eine umfassende Bestandsanalyse vorausgegangen, so die Verwaltung – zudem seien individuelle Wünschen der Einrichtungen berücksichtigt worden.

Der Stadtelternrat der Kitas begrüßt das Vorhaben. Irene Stroot, die den Vorstand vertritt: „Wir hatten viele Rückmeldungen von Familien aus verschiedenen Kitas erhalten, dass die Spielgeräte veraltet, nicht mehr nutzbar oder schlichtweg ,langweilig’ für die Kinder sind.“ Insofern seien die geplanten Investitionen sehr sinnvoll. Der Stadtelternrat lobt insbesondere, dass die Anschaffungen im Austausch mit Eltern, Kindern und Kita-Teams erfolgten.

Städtische Kita Querum: Die Kita erhält eine neue Kletterpyramide und ein Pfahlhäuschen als Ersatz für bereits abgängige Geräte. Ein neues Gerätehäuschen soll aufgestellt sowie ein Sonnenschutz über der Sandspielfläche installiert werden. Kosten rund 15.000 Euro.

Städtische Kita Riddagshausen: Die Kita erhält eine zusätzliche Matschanlage inklusive Sonnensegel und Buddelsand rundum. Rund 7000 Euro.

Städtische Kita Peterskamp: In der Kita ist ergänzend der Einbau eines neuen Kletter-Spielgerätes mit hohem Spielwert vorgesehen. Ein bereits abgängiges Spielgerät wird abgebaut. Rund 35.000 Euro.

Städtische Kita Gliesmarode: Neues Sandbauwerk im Krippenbereich. Neuer Sand wird aufgefüllt. Für die größeren Kinder wird ein Piratenschiff installiert. Rund 20.000 Euro.

Evangelische Kita Waggum: Ein marodes Spielhaus wird durch eine neue Spielhauskombination mit Stufenheck ersetzt. Rund 7.000 Euro.

Evangelische Kita Bienrode: Für den Spielbereich der Krippe sind ein zusätzliches Klettergerät und eine neue Matschanlage vorgesehen. Die Buddelsandfläche wird aufgefüllt. Rund 12.000 Euro.

Evangelische Kita Bevenrode: Ein neuer Sandspielturm ist geplant. Ein kleiner „Rastplatz“ mit Tisch-Bank-Gruppe. Rund 15.000 Euro.

Städtische Kita Hondelage: Die Kita erhält ein neues Kinderspielhaus samt Buddelsandfläche. Rund 4000 Euro.

Awo-Kita Volkmarode-Nord: Der alte Sandspielbereich wird zurückgebaut. Mit dem Bau einer größeren Sandspielfläche kann eine zusätzliche Spielkombination für Krippenkinder errichtet werden. Das vorhandene Holzspielschiff bleibt bestehen. Neue Nestschaukel bzw. Kleinkindschaukel. 15.000 Euro.

Evangelische Kita Schapen: Das Spielangebot soll um einen Niedrigseilparcours in Form von Balancierpollern und -balken im hinteren Hof ergänzt werden. Der Bachlauf auf dem Hauptspielgelände wird um eine Matschanlage ergänzt. Rund 10.000 Euro.

Städtische Kita Böcklinstraße: Neues Sandspielhaus für die Krippe. Der Innenhof wird zum Klangspielpark umgestaltet. Das vorhandene Großspielgerät ist abgängig und wird ersetzt durch eine Gerät mit diversen Kletter- und Hangelmöglichkeiten sowie einer Edelstahlrutsche. Rund 40.000 Euro.

Städtische Kita Brunsviga: Der vorhandene Kletterturm mit Rutsche- und die Schaukel sind abgängig. Ein neuer Kletterturm mit Leiteraufstieg und eine neue Schaukel sind geplant. Rund 35.000 Euro.

Städtische Kita Nußberg: Ein sechseckiges Klettergerät mit verschiedenen Aufstiegen und hohem Spielwert soll die vorhanden Geräte ergänzen. Rund 8.000 Euro.

Städtische Kita Prinzenpark: Ein Niedrigseilgarten mit verschiedenen Balanciermöglichkeiten wird installiert sowie ein neues Fußballtor. Rund 15.000 Euro.

Städtische Kita Kastanienallee (Außenstelle der Kita Prinzenpark): Ein abgängiges Spielgerät wird durch eine „Sandbaustelle“ ersetzt. Ein „Rastplatz“ in Form einer Tisch-Bank-Gruppe einsteht. Rund 12.000 Euro.

Evangelische Kita St. Pauli-Matthäus: Die Spielgeräte, die in den letzten Jahren aufgestellt wurden, werden um eine Reckstange und ein Fußballtor ergänzt. Rund 8.000 Euro.

Städtische Kita Volkskindergarten, Leopoldstraße: Auf dem Außengelände wird ein abgängiges Großspielgerät ersetzt. Vorgesehen ist eine Multispielanlage: Kletterangebote kombiniert mit Balancierstrecken, diversen Aufstiegen und Edelstahlrutsche. Rund 45.000 Euro.

Städtische Kita Neue Knochenhauerstraße: Altes Spielhäuschen wird gegen einen „Zirkuswagen“ ausgetauscht. Rund 4.000 Euro.

Awo-Kita Stöckheim: Neue Kombinationsspielanlage für die Krippe. Zusätzliche Spielsandfläche. Rund 10.000 Euro.

Städtische Kita Südstadt: Ein abgängiges Gerät wird durch ein neues Spielhaus mit „Pfahlhaus“ ersetzt. Eine marode Überdachung im Sandspielbereich wird demontiert, die Sandfläche mit einem neuen „Sandpavillon“ ausgestattet. Rund 25.000 Euro.

Awo-Kita Roseliesstraße: Die Kita erhält ein Multifunktionsklettergerät mit verschiedenen Aufstiegen für die Kindergartenkinder. Rund 12.000 Euro.

Städtische Kita Alsterplatz: In der Kita ist eine neue Kombinationsspielanlage für die Krippenkinder mit Netz-, Stufen- und Leiteraufstieg sowie eine kleine Nestschaukel vorgesehen. Rund 14.000 Euro.

Paritätische Kita Mein Weg: Umgestaltungen der vorhandenen Spielbereiche sowie Erneuerungen teils abgängigen Spielgeräten. Rund 25.000 Euro.

Evangelische Kita Mittenmank: Die Kita erhält ein neues Klettergerät sowie eine Tischsitzgruppe und zusätzliche Sandspielflächen. Rund 15.000 Euro.

Paritätische Kita Broitzem: Die Kita soll einen kleinen Kletterparcours erhalten. Rund 8.000 Euro.

Paritätische Kita Farbklecks: Die abgängige Spielanlage mit Rutsche wird ersetzt durch einen Kletterturm mit verschiedenen Aufstiegen und Rutsche. Rund 20.000 Euro.

Städtische Kita Frankfurter Straße: Die abgängige Spielanlage soll ersetzt werden. Eine neue Spielkombination zum Klettern, Hangeln, Balancieren und Rutschen ist vorgesehen. Die vorhandene Matschanlage erhält einen Wasseranschluss. Rund 40.000 Euro.

Städtische Kita Gartenstadt: Die Kita erhält eine Kletterwand, einen neuen Matschtisch sowie einen Niedrigseilparcours zum Balancieren. Rund 15.000 Euro.

Awo-Kita Chemnitzstraße: Es wird eine Kletter- und Balancierstrecke mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen eingebaut. Rund 10.000 Euro.

Awo-Kita Okerpiraten, Spinnerstraße: Im Krippenbereich soll eine neue Wasserspielanlage mit einem Sand- und einem Matschtisch eingebaut werden. Eine Umgestaltung des Geländes soll den Krippenbereich besser in den Gesamtbetrieb einbinden. Rund 5.000 Euro.

Städtische Kita Lamme, Frankenstraße: Die Kita erhält eine Stufenreckanlage. Ein Hochbeet wird aufgebaut. Rund 6.000 Euro.

Kita Schölkestraße, Außengruppe Ölper: Ein Plattformhaus mit integrierten Modulen für die Größeren sowie ein Sandspielhaus für den Krippenbereich werden installiert und dienen als Ersatz als für zwei abgängige Spielanlagen. Auch die Tischsitzgruppe wird durch eine neue ersetzt. Rund 21.000 Euro.

DRK-Kita Wilde Wiese, Lammer Busch: In der Kita ist ein neues Kombinationsspielgerät für die Krippenkinder vorgesehen sowie zusätzliche Sandspielflächen. Rund 9.000 Euro.

Evangelische Kita Schunterzwerge: Es soll eine Kleinkinder-Spiellandschaft in Form einer Krabbelburg installiert für die Krippenkinder installiert. Rund 22.000 Euro.

Städtische Kita Siegmundstraße: Ein Niedrigseilparcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, ein neues Sandspielhäuschen für die Krippenkinder und zusätzliche Sandspielflächen werden angelegt. Rund 20.000 Euro.

Städtische Kita Schuntersiedlung: Die Kita erhält eine Seilkletter- und Balancieranlage als verbindendes Element zwischen zwei vorhandenen Spielhäusern. Rund 15.000 Euro.

Auf die Einrichtungen in städtischer Trägerschaft entfallen 396.000 Euro, auf die in freier Trägerschaft 203.000 Euro.

Bei den Einrichtungen in städtischer Verwaltung, die nicht berücksichtigt werden, handelt es sich nach Angaben der Stadtverwaltung weitestgehend um Einrichtungen, die in den vergangenen Jahren erst eröffnet wurden oder deren Außenbereich bereits umgestaltet oder erneuert wurde.

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