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Corona in Braunschweig: Alle Fakten auf einen Blick

Braunschweig.  Aktuell am Freitag: 165 Erkrankte, 44 sind gesund. Im Awo-Heim in Querum sind jetzt sechs Bewohner an Covid-19 erkrankt. Die Tafel öffnet wieder.

Die Aufnahme eines Elektronenmikroskops zeigt das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2. Außerdem zeigt der Braunschweiger Allgemeinmediziner Dr. Thorsten Kleinschmidt im neuen Diagnostik-Zentrum für Corona-Abstriche, wie er mit einem Wattestäbchen eine Probe nimmt. Die Braunschweiger Corona-Gefahrenabwehrleitung tagt in der Hauptfeuerwache – unter anderem mit Sozialdezernentin Christine Arbogast und Feuerwehr-Chef Torge Malchau.

Die Aufnahme eines Elektronenmikroskops zeigt das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2. Außerdem zeigt der Braunschweiger Allgemeinmediziner Dr. Thorsten Kleinschmidt im neuen Diagnostik-Zentrum für Corona-Abstriche, wie er mit einem Wattestäbchen eine Probe nimmt. Die Braunschweiger Corona-Gefahrenabwehrleitung tagt in der Hauptfeuerwache – unter anderem mit Sozialdezernentin Christine Arbogast und Feuerwehr-Chef Torge Malchau.

Foto: Uncredited/NIAID-RML/AP/dpa / Norbert Jonscher

Bislang sind 209 Corona-Infektionen in Braunschweig nachgewiesen worden (Stand Freitag, 3. April). Davon sind 165 Personen derzeit erkrankt. 44 weitere Personen sind bereits genesen. In den Braunschweiger Krankenhäusern werden derzeit 21 Personen aufgrund von Corona behandelt. Das Gesundheitsamt betont aber: Diese Zahl lässt sich nicht direkt zur Zahl der in Braunschweig nachgewiesenen Fälle in Beziehung setzen, da in den Krankenhäusern auch Patienten aus der Region behandelt werden. Fragen und Antworten rund um die Tests gibt es hier.

Bislang sind 209 Fälle in Braunschweig nachgewiesen worden. Davon sind 165 Personen derzeit erkrankt. 44 weitere Personen sind bereits genesen.

Nach wie vor gibt es bislang nur einen Sterbefall in Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Ein 77-jähriger Mann war aufgrund einer anderen Erkrankung in ein Krankenhaus eingeliefert und in diesem Zusammenhang auch positiv auf Corona getestet worden. Er ist am Montag verstorben.

Im Wohn- und Pflegeheim der Awo in Querum sind inzwischen Bewohner positiv auf Corona getestet worden. Sie werden in ihren Zimmern isoliert. Die Stadt hat jetzt eine Meldestelle eingerichtet: Alten- und Pflegeeinrichtungen müssen umgehend das Gesundheitsamt informieren, wenn Bewohner grippeähnliche Symptome haben, etwa Fieber und Husten. Ziel ist es, dann schnell Tests auf Covid-19 zu veranlassen.

Braunschweiger Tafel öffnet wieder

Bedürftige Menschen können aufatmen: Nach der Corona-bedingten Schließung versorgt die Braunschweiger Tafel von der kommenden Woche an berechtigte Personen wieder mit Lebensmitteln. Geöffnet ist die vorübergehende Ausgabestelle in der Beethovenstraße 2 (TU-Mensa 2) jeweils am Dienstag und Donnerstag von 13 bis 17 Uhr.

Mehr Corona-Tests möglich

In Braunschweig sind inzwischen deutlich mehr Corona-Tests möglich als bisher. Die Kassenärztliche Vereinigung hat seit einigen Tagen einen „Drive-In“ eingerichtet . Dort können im Fünf-Minuten-Takt Abstriche gemacht werden, wie KV-Bezirksgeschäftsführer Stefan Hofmann mitteilt. Außerdem kann das Labor aufgrund schnellerer Testverfahren in kürzerer Zeit mehr Abstriche analysieren als bisher.

Stadt untersagt das Lagern in Parks

Ab sofort ist das Lagern in Parks und auf öffentlichen Grünflächen einschließlich der dort vorhandenen Wege verboten. Die Allgemeinverfügung gilt bis zum 18. April , also auch über die Osterfeiertage, teilt die Stadtverwaltung mit.

Unternehmer Friedrich Knapp will per Luftbrücke Schutzmaterial aus China holen

Fünf Millionen Euro hat das Braunschweiger Klinikum in eine dringend benötigte Großlieferung von Schutzausrüstung investiert, insbesondere für das Personal in der Intensivmedizin – lebensnotwendiges Material, das jetzt an verschiedenen Standorten in China festhängt. Braunschweigs Textilien-Unternehmer Friedrich Knapp (New Yorker), der über eine Luftflotte und gute Verbindungen nach China verfügt, will helfen. Er besorgt mit seinen Maschinen und Piloten den Luft-Transport , der Förderverein des Städtischen Klinikums aktivierte eine Viertelmillion Euro – Kosten allein für Flugbenzin.

Arbeitsagentur: Bislang rund 2900 Anzeigen zur Kurzarbeit

„Wir gehen davon aus, dass bislang insgesamt 2900 Anzeigen zu Kurzarbeit eingegangen sind“, sagt Gerald Witt, Leiter der Arbeitsagentur Braunschweig-Goslar. Das ist eine Hochrechnung. Wie hoch der Anteil der Braunschweiger Unternehmen war, ist unklar. Da die Stadt jedoch das wirtschaftliche Herz des Agenturbezirks darstellt, sollte hier die Mehrzahl der gemeldeten Unternehmen zu finden sein.

Stadt richtet Online-Helferpool ein

Um noch koordinierter vorgehen zu können und die Freiwilligendienste zu entlasten, baut die Stadt jetzt unter Federführung von Kulturdezernentin Anja Hesse einen zentralen Helferpool auf. Die Freiwilligendienste können ohne großen Aufwand darauf zurückgreifen. Auf der Webseite www.braunschweig.de/corona-hilfe können sich Interessenten registrieren lassen. Voraussetzung ist, dass sie über 18 Jahre alt sind und bestenfalls einmal pro Woche für einen Einsatz zur Verfügung stehen. Es könnte sich um Aufgaben wie Einkäufe oder das Ausführen des Hundes handeln für Menschen, die an Corona erkrankt sind oder die unter Quarantäne stehen und das Haus nicht verlassen dürfen.

Braunschweiger Mundschutz-Näh-Teams verbünden sich

Das Nähen von Mund- und Nasenschutzen in Braunschweig nimmt immer größere Dimensionen an. Die vielen einzelnen Initiativen und Ehrenamtlichen finden zueinander. Der Stoffladen „Schickliesel“ aus Bienrode (Nadine Dayibas), die Bürgerstiftung Braunschweig (mit Susanne Hauswald, Bettina Krause und Team) und das TU-Sandkasten-Projekt „behelfs.mundschutz.fuer.braunschweig“ (Inga Vogt, Nancy Fares, Maximiliane Rauhaus) haben sich jetzt zusammengetan. Das neue Braunschweiger Mundschutz-Team appelliert nun an alle, kräftig mitzuhelfen: „Nähen auch Sie Behelfs-Mundschutze – es ist ganz einfach und geht schnell.“ Alle Infos gibt es hier.

Stadtverwaltung rät, Mund- und Nasenschutz zu tragen

Außerhalb der Wohnung sollte man einen einfachen Mund-Nasenschutz tragen, empfiehlt die Stadtverwaltung , etwa beim Einkaufen sowie in Bus und Bahn. Ein lokaler Hersteller hat jetzt 100.000 Einweg-Mund-und-Nasenschutze produziert. Wie Sozialdezernentin Christine Arbogast mitteilt, sind diese ab Ende dieser Woche in Apotheken erhältlich (70.000 Stück) und Anfang nächster Woche in Bäckereien (30.000). Alternativ dazu könne natürlich jeder aus Stoff auch selbst einen Mundschutz nähen. Eine Nähanleitung gibt es auf der Internetseite der Stadt.

Bereitschaftsdienstpraxis geschlossen

Um das Corona-Virus weiter einzudämmen, ist ab sofort die kassenärztliche Bereitschaftsdienstpraxis geschlossen. Bis auf weiteres werden die Ärzte, die bisher in den Bereitschaftsdienstpraxen den Dienst versehen haben, mobil eingesetzt. Erreichbar ist der Bereitschaftsdienst über die bundesweit einheitliche Telefonnummer 116117.

Hotline für Unternehmen

Die IHK Braunschweig hat eine Beratungshotline für ihre Mitgliedsunternehmen geschaltet: Unter der Telefonnummer (0531) 4715-222 beraten die IHK-Mitarbeiter zu Fragen rund um Liquiditätshilfen, Gespräche mit Lieferanten und Vermietern, Staatliche Hilfen/Unterstützungsangebote von Bund und Land.

Die Stadt will Unternehmen entlasten, die von der Corona-Pandemie betroffen sind. Auf Antrag kann die Gewerbesteuer gestundet werden. Vorauszahlungen sollen angepasst und Vollstreckungsmaßnahmen aufgeschoben werden.

Auf der Internetseite der Stadt gibt es eine Übersicht zu allen Hilfspaketen und Ansprechpartnern für Unternehmen: www.braunschweig.de/wirtschaft-corona. Arbeitgeberverband, IHK, Handwerkskammer, Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und weitere Verbände und Einrichtungen wollen damit den Unternehmen vor Ort bei der Bewältigung der Corona-Krise bestmöglich zur Seite zu stehen.

Braunschweiger forschen an Medikament gegen Corona-Virus

Zum einen arbeitet das Team um Professor Michael Hust am Institut für Biochemie, Biotechnologie und Bioinformatik der TU Braunschweig daran, aus menschlichen Antikörpern ein Medikament zu entwickeln. Es geht dabei nicht um einen Impfstoff, sondern um eine akute Therapie: Ziel ist es, Corona-Patienten das Präparat per Spritze zu verabreichen. Zugleich befasst sich Husts Kollege Professor Stefan Dübel mit dem Unternehmen Yumab, eine Ausgründung der TU, ebenfalls mit diesem Thema. Er sagt, man habe sehr vielversprechende Gegenmittelkandidaten im Kühlschrank. „Im besten Fall und unter besonderen Genehmigungsbedingungen könnten erste Studien in wenigen Monaten beginnen.“

Alles rund um die Krankenhäuser

Das geplante Behelfskrankenhaus soll im Hotel „Vienna House Easy“ an der Salzdahlumer Straße eingerichtet werden. Außerdem arbeiten das Städtische Klinikum, das Marienstift und das Herzogin-Elisabeth-Hospital eng zusammen, um bei einem Anstieg der Corona-Erkrankten angemessen reagieren zu können.

Die Stadtverwaltung sucht jetzt freiwillige Helferinnen und Helfer mit medizinischen Kenntnissen oder Pflegeerfahrung – zur Unterstützung im Gesundheitsamt und weiteren Gesundheitseinrichtungen sowie für das geplante Behelfskrankenhaus. Der Aufruf richtet sich vor allem an medizinisches Personal in Ausbildung, an ehemalige Zivildienstleistende aus dem Gesundheitsbereich und an Medizinstudenten. Auch Menschen, die im privaten Bereich Pflegeerfahrung gesammelt haben und diese einbringen wollen, können sich registrieren lassen.

Das Städtische Klinikum braucht händeringend neue Mundschutze. Die Schutzkleidung ist bestellt, kommt aber noch nicht an. Es handelt sich dabei um FP2-Masken, die Ärzte und Pfleger tragen müssen, damit sie sich nicht mit dem Corona-Virus anstecken. 2000 dieser Masken hat das Klinikum noch auf Vorrat – das reicht voraussichtlich noch für eine Woche. Insgesamt 500.000 dieser besonderen Mundschutze hat das Klinikum bei verschiedenen Firmen bestellt. Aber mehr als 100.000 Masken hängen an innereuropäischen Grenzen fest.

Der Krisenstab der Stadtverwaltung erwägt, Mundschutze für die Bevölkerung, etwa Mehrweg-Mundschutze oder einfache aus Papier, hier in der Region produzieren zu lassen . Gespräche mit potenziellen Produzenten laufen bereits.

Das Städtische Klinikum stellt in seiner Krankenhaus-Apotheke ab sofort eigenes Desinfektionsmittel her. Hintergrund sind die Lieferengpässe. Geplant ist, in den kommenden sechs Wochen 50.000 Flaschen à 500 ml herzustellen. Die Produktion soll in erster Linie die Versorgung am Klinikum Braunschweig sicherstellen. Außerdem ist vorgesehen, einen Teil der Produktion über den Pharmagroßhändler Kehr an öffentliche Apotheken zu liefern – dies dann wiederum Arztpraxen und Altenpflegeheime versorgen. Eine Abgabe des selbst produzierten Desinfektionsmittels für Externe beziehungsweise Privatpersonen sei weder möglich, noch vorgesehen, so das Klinikum.

Das Städtische Klinikum beteiligt sich an dem weltweiten Appell zur Eindämmung des Corona-Virus : „Wir sind für Euch da, bleibt Ihr für uns Zuhause!“

Online-Übersicht für Abhol- und Lieferdienste

Braunschweiger Gastronomen und Einzelhändler können auf der städtischen Internetseite auf ihre Abhol- und Lieferangebote hinweisen. Unter www.braunschweig.de/bestellen-liefern sammeln die Braunschweig Stadtmarketing GmbH und die Braunschweig Zukunft GmbH, unterstützt von Arbeitsausschuss Innenstadt Braunschweig und Arbeitsausschuss Tourismus Braunschweig, entsprechende Angebote. Betriebe können sich schnell und einfach über ein Kontaktformular in die Übersicht aufnehmen lassen.

Die Braunschweiger Journalistin Julia Perkowski hat bei Instagram die „Lieferliste38“ eingerichtet. Dort kann jeder nachschauen, welche Händler aus der Region ihre Ware jetzt online anbieten und per Post oder persönlich liefern. Mehr als 100 Anbieter sind dort bereits gelistet.

braunschweigs einzelhändler kämpfen um ihre existenz Für Lieferdienste ermöglicht die Stadt Braunschweig die kurzfristige Ausstellung von Ausnahmegenehmigungen, damit sie vorm eigenen Betrieb und beim Kunden halten können . Diese sind ab sofort bei der Braunschweig Stadtmarketing GmbH erhältlich und können dort nach telefonischer Ankündigung unter (0531) 470-3242 oder (0531) 470-2104 abgeholt werden.

BSVG setzt zusätzliche Busse und Bahnen ein

Seit Montag, 23. März, fahren Busse und Bahnen in Braunschweig nach einem Sonderfahrplan. Alle Hauptlinien verkehren an jedem Wochentag durchgehend nur im 30-Minuten-Takt. Es gibt keinen Nachtverkehr von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag, teilt die BSVG mit. Ab Mittwoch, 25. März, wird die BSVG allerdings vereinzelt zusätzliche Fahrzeuge einsetzen . Es hatte sich gezeigt, dass Busse und Bahnen auf einzelnen Linien recht voll sind und Fahrgäste in engem Kontakt zueinander sitzen und stehen. Etliche Fahrgäste hatten das kritisiert.

Gemeinsames Singen als Zeichen der Solidarität

Sonntags um 18 Uhr erklingt bundesweit aus Fenstern und von Balkonen Beethovens „Freude, schöner Götterfreude“. Auch Braunschweiger haben mitgesungen und mitmusiziert. Es soll ein Zeichen gegen die Einsamkeit sein, ein Zeichen der Solidarität.

Beschränkung auf dem Altstadtmarkt

Der Zugang zum Wochenmarkt auf dem Altstadtmarkt ist eingeschränkt. Es gibt nur einen einzigen Zu- und einen Abgang, maximal 50 Personen dürfen sich gleichzeitig auf dem Markt aufhalten. Die Stadtverwaltung setzt neben den Marktaufsichten auch einen privaten Sicherheitsdienst ein. Der Abstand zwischen den Kunden muss rund 1,50 Metern betragen – das gilt auch für Warteschlangen. Auch für den Wochenmarkt donnerstags an der Herzogin-Elisabeth-Straße gelten derartige Beschränkungen.

Gastronomie geschlossen

Seit Samstag 18 Uhr sind für die nächste Zeit alle Restaurants, Speisegaststätten, Systemgastronomie, Imbisse, Mensen und dergleichen für den Publikumsverkehr geschlossen. Ausnahmen: Der Außerhausverkauf von Speisen und Getränken für den täglichen Bedarf ist nach telefonischer oder elektronischer Bestellung erlaubt. Gleiches gilt für gastronomische Lieferdienste. Der Verzehr ist innerhalb eines Umkreises von 50 Metern zu diesen Betrieben unzulässig.

Stadt und Polizei kündigten an, die Einhaltung der Allgemeinverfügungen zu streng kontrollieren.

Kosten für die Stadt

Vor allem die Einrichtung des Behelfskrankenhauses wird eine Menge Geld kosten – für Ausrüstung und Material wie Betten, Schutzkleidung, Beatmungsgeräte, Sauerstoff und ähnliches. Dabei ist davon auszugehen, dass notwendige Beschaffungen in dieser Phase wesentlich teurer sind als bisher. Auch wird zusätzliches Personal benötigt. Oberbürgermeister Ulrich Markurth hat dem Rat der Stadt daher unter anderem vorgeschlagen, den Haushalt für dieses Jahr um zehn Millionen Euro aufzustocken. In der Ratssitzung am Dienstag, 24. März, hat der Rat einstimmig zugestimmt. Außerdem beschloss der Rat, die Liquiditätsreserve der Stadt deutlich aufzustocken – vergleichbar mit einem Dispokredit.

In einer Videobotschaft betonte Markurth, dass es bei allen aktuellen Einschränkungen des öffentlichen Lebens nicht an der Grundversorgung mangeln werde, auch in nächster Zeit nicht. „In der Stadtverwaltung werden wir etliche Maßnahmen treffen beziehungsweise haben sie schon getroffen. Die Erreichbarkeit wird eingeschränkt, wir werden anders arbeiten, auch in anderen Konferenzen miteinander Entscheidungen treffen, aber müssen eben auch wie andere Organisationen entscheidungsfähig sein.“

Die gute Erfahrung der letzten Tage sei, dass die Stadtverwaltung hervorragend funktioniere. „Ich bin den Kolleginnen und Kollegen sehr, sehr dankbar über das, was sie im Moment leisten“, sagt Markurth. Er bittet um Verständnis darum, dass die Verwaltung zurzeit nicht immer sofort erreichbar ist und die Hotlines zeitweise überlastet sind.

Die neuesten Vorgaben von Bund und Ländern (22. März)

Soziale Kontakte sind so weit wie möglich zu reduzieren. In der Öffentlichkeit ist ein Mindestabstand von 1,50 Meter zu anderen Menschen einzuhalten. Das gilt auch in Geschäften – auf zehn Quadratmetern ist jeweils nur eine Person zulässig. Draußen dürfen maximal zwei Menschen zusammen unterwegs sein, es sei denn, es handelt sich um Personen, die in einer gemeinsamen Wohnung leben. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Teilnahme an erforderlichen Terminen, individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft bleiben weiter möglich.

Öffnen dürfen weiterhin Lebensmittelgeschäfte, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Großhandel, Tierbedarfsmärkte, Brief- und Versandhandel, Post, Banken, Sparkassen und Geldautomaten, Tankstellen, KFZ- und Fahrradwerkstätten, Reinigungen, Zeitungsverkauf, Waschsalons, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker.

Gruppen feiernder Menschen – auch im Privaten – sind untersagt. Gastronomiebetriebe werden geschlossen, nur die Mitnahme von Speisen und Getränken ist gestattet. Untersagt sind Dienstleistungen von Friseuren, Tattoo-, Nagel- und Kosmetikstudios sowie Physiotherapeuten (es sei denn, eine Behandlung ist dringend medizinisch nötig und der Patient hat ein Rezept).

Beerdigungen dürfen nur im engsten Familienkreis stattfinden. Zudem teilt das Standesamt mit, dass bei Trauungen keine Trauzeugen mehr zugelassen sind.

Weitere Verbote, Vorschriften und Erlaubnisse

Hotels und vergleichbare Einrichtungen dürfen niemanden mehr zu touristischen Zwecken beherbergen. Touristen, die zurzeit in einem Hotel sind, müssen spätestens bis zum 25. März abreisen . Werkstätten für behinderte Menschen und vergleichbare Einrichtungen müssen ihren Betrieb grundsätzlich einstellen.

Seit Dienstag (17. März) gilt der Erlass des Landes, wonach viele Geschäfte geschlossen bleiben müssen – zum Beispiel Modegeschäfte, Elektronikmärkte und Möbelhäuser. Die Maßnahmen sind zunächst befristet bis zum 18. April.

Weiterhin öffnen dürfen Geschäfte des täglichen Bedarfs:

Lebensmittel-Einzelhandel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf (Kioske), Tierbedarfsmärkte sowie der Großhandel. Für diese Bereiche sind auch die Sonntags-Verkaufsverbote bis auf Weiteres ausgesetzt.

Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen.

Restaurants und Speisegaststätten müssen Sonntag, 22. März, geschlossen bleiben.

Laut dem Erlass des Landes sind außerdem alle öffentlichen Veranstaltungen und privaten Versammlungen untersagt. Sämtliche Kultur- und Freizeiteinrichtungen sind geschlossen, auch Fitnessstudios, Diskotheken, Bordelle, Bars, Kneipen, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliches. Spielplätze wurden gesperrt.

Verboten sind auch Busreisen sowie Zusammenkünfte etwa in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen.

Verboten sind Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften, einschließlich der Zusammenkünfte in Gemeindezentren.

Wichtig: Reha-Zentren sollen weiterhin öffnen dürfen, heißt es. Physiotherapeuten dürfen noch medizinisch erforderliche Therapien durchführen.

Verboten sind alle öffentlichen Veranstaltungen – ausgenommen sind Sitzungen kommunaler Vertreter und der dazugehörigen Ausschüsse und Gremien.

Nicht unter den Veranstaltungsbegriff fällt die Teilnahme am öffentlichen Personennahverkehr oder der Aufenthalt an der Arbeitsstätte.

Keine Besuche in Krankenhäusern und Altenheimen

Landesweit gilt ein Besuchsverbot in allen Krankenhäusern und Altenheimen. Ausgenommen sind Besuche von werdenden Eltern, Eltern von Neugeborenen, Eltern und Sorgeberechtigte von Kindern auf Kinderstationen sowie Besuche enger Angehöriger von Palliativpatienten.

Das Besuchsverbot gilt ebenfalls für Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt, also beispielsweise für Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken sowie stationäre Betreuungseinrichtungen.

Sowohl in Krankenhäusern als auch Altenheimen sind Kantinen, Cafeterien oder andere der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtungen für Patienten und Besucher zu schließen. Auch sämtliche öffentliche Veranstaltungen wie Vorträge, Lesungen, Informationsveranstaltungen sind untersagt.

Der Betrieb für alle Einrichtungen der Tagespflege in Braunschweig wird untersagt. Ausgenommen ist laut der Stadtverwaltung die Notbetreuung in kleinen Gruppen. Genaue Infos dazu gibt es hier.

Notbetreuung in Kitas und Schulen

Landesweit sind Kitas und Schulen geschlossen vorerst bis zum 18. April . Die Stadt und die freien Träger ermöglichen eine Notbetreuung, wenn ein Elternteil in zentralen Berufsfeldern zur Virus-Bekämpfung arbeitet:

Beschäftigte im Gesundheitsbereich, medizinischen Bereich und pflegerischen Bereich; Beschäftigte zur Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen, inklusive der Kommunalverwaltung; Beschäftigte in den Bereichen Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr; Beschäftigte im Vollzugsbereich einschließlich Justizvollzug, Maßregelvollzug und vergleichbare Bereiche; Beschäftigte im Bereich der Daseinsvorsorge mit Sicherstellungsauftrag wie zum Beispiel für die Wasser-, Strom-, Fernwärme-, Mineralöl- und Gasversorgung; Beschäftigte in den Bereichen Entsorgung, Lebensmittelversorgung (Lebensmittelproduktion und -verarbeitung sowie Lebensmittelhandel), Informationstechnik und Telekommunikation, öffentlicher Nahverkehr, Kinderbetreuung sowie Bargeldversorgung.

Eltern, die in diesen Bereichen tätig sind, können ihr Kind zu den vereinbarten Betreuungszeiten in ihre Kita oder Kindertagespflegestelle bringen. Details zu Zeiten und Umfang der Betreuung sind vor Ort zu klären. Außerdem wird darum gebeten, einen Tätigkeitsnachweis vorzulegen.

Für Schulkinder bis zur Jahrgangsstufe 8 stellen die Schulen jeweils von 8 bis 13 Uhr eine Notbetreuung sicher. Im Grundschulbereich setzen die Schulkindbetreuungseinrichtungen die Betreuung zu den vereinbarten Zeiten fort. Das Angebot der schulischen Notbetreuung gilt laut der Stadtverwaltung ebenfalls für die Eltern in den oben genannten Berufen.

Auch in besonderen Härtefällen werde eine Notbetreuung ermöglicht, etwa bei drohender Kündigung oder erheblichem Verdienstausfall.

Betroffene Eltern werden gebeten, sich mit ihrer Betreuungseinrichtung in Verbindung zu setzen. Fragen beantwortet darüber hinaus die Kita-Platzvermittlung: (0531) 470-8493. Informationen zum Thema Kindertagespflege gibt es unter 470-8451 und 470-8241 sowie beim „FamS“ unter (0531) 12055440.

Ergänzend noch folgende Info: Eltern beziehungsweise Sorgeberechtigte, deren Kinder aufgrund der angeordneten Schließung der städtischen Kindertagesstätten, städtischen Schulkindbetreuungseinrichtungen und Kindertagespflegestellen nicht in einer Notgruppe betreut werden, erhalten nach Abschluss der angeordneten Schließung das anteilige Betreuungsentgelt sowie das anteilige Essengeld zeitnah erstattet.

Die wichtigsten Telefonnummern

Krankheitssymptome: Wer grippeähnliche Symptome hat (Fieber, trockener Husten, Abgeschlagenheit, Halskratzen, Atemproblemen, Kopf- und Gliederschmerzen) und Kontakt zu einer infizierten Person hatte oder in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet war (Ägypten, Italien, Iran, chinesische Provinz Hubei, südkoreanische Provinz Gyeongsangbuk-do, die Region Grand Est in Frankreich, Tirol und Madrid, die US-Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York) sollte seinen Hausarzt anrufen! Bitte NICHT in die Notaufnahmen der Kliniken gehen.

Hörgeschädigte können eine Mail an buergertelefon@braunschweig.de schicken.

Außerhalb der Hausarzt-Sprechzeiten: Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117 (Montag, Dienstag und Donnerstag ab 19 Uhr, Mittwoch und Freitag ab 15 Uhr sowie Sonnabend, Sonntag und Feiertag ab 8 Uhr und jeweils bis 7 Uhr des darauffolgenden Tages). Beim ärztlichen Bereitschaftsdienst gibt es zurzeit lange Wartezeiten. Bitte nur in dringenden Fällen anrufen!

Allgemeine Fragen zum Virus: Die Stadtverwaltung hat eine Hotline für Fragen an das Gesundheitsamt eingerichtet: (0531) 470-7000 (erreichbar montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr). Die Stadtverwaltung bittet auf ihrer Facebook-Seite darum, genau zu überlegen, welche Frage wirklich dringend ist. „Auch unsere Notrufzentrale 112 berichtet von Anrufern, die teils ohne wirkliche Not anrufen und dadurch die Leitung blockieren. Das geht nicht!“

Bei psychischen und familiären Problemen stehen die bekannte Braunschweiger Beratungsstellen auch jetzt grundsätzlich telefonisch zur Verfügung, etwa der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes unter 470-7272 und der Psychosoziale Krisendienst unter 470-7777.

Wie sieht es bei Behörden aus?

Die Stadtverwaltung hat fast alle Dienststellen für den Publikumsverkehr gesperrt. Die Ämter sind nur noch telefonisch oder per Mail erreichbar.

Das Jobcenter ist für den Publikumsverkehr (auch Neukunden) geschlossen. Alle Anträge können elektronisch übermittelt oder in den Hausbriefkasten eingeworfen werden. Arbeitslosmeldungen können telefonisch erfolgen. Termine, die bereits vereinbart wurden, müssen nicht wahrgenommen werden und verlieren bis zum 19. April 2020 ihre Gültigkeit. Kunden müssen den Termin NICHT absagen. Es gibt keine Nachteile, keine Rechtsfolgen und Sanktionen. Fristen in Leistungsfragen werden vorerst ausgesetzt. Erreichbarkeit: (0531) 80177-0 (montags bis freitags 8 bis 18 Uhr. Zusätzliche Hotline: (0531) 80177-1111 (montags bis donnerstags 8 bis 16 Uhr, freitags 8 bis 15 Uhr). Mail: Jobcenter-Braunschweig@jobcenter-ge.de. Formulare und Vordrucke: https://jobcenter.braunschweig.de/service/formulare.html. Die Möglichkeit zum persönlichen Kontakt bleibt für Notfälle (z. B. Bargeldauszahlungen bei Mittellosigkeit) bestehen.

Auch die Arbeitsagentur ist für Publikumsverkehr geschlossen. Anträge können online unter www.arbeitsagentur.de/eService gestellt oder in den Hausbriefkasten eingeworfen werden. Die Arbeitslosmeldung kann telefonisch erfolgen. Für alle Termine gilt auch hier: Kunden müssen NICHT absagen. Die Servicehotline (0800) 4555500 ist überlastet. Es gibt eine regionale Servicenummer: (0531) 207-3913 (Bezirk Braunschweig-Goslar mit Salzgitter und Wolfenbüttel).

Die öffentliche Beratungsstelle des Niedersächsischen Landesamtes für Soziales, Jugend und Familie, Außenstelle Schillstraße 1, ist geschlossen.

Die städtische Wirtschaftsförderungsgesellschaft Braunschweig Zukunft GmbH hat den Publikumsverkehr eingestellt. Die Beratung von Unternehmen, Ansiedlungsinteressierten, Start-ups sowie Gründerinnen und Gründern erfolgt telefonisch und per E-Mail: www.braunschweig.de/wirtschaftsförderung

Einschränkungen bei weiteren Einrichtungen

Die Verbraucherzentrale in Braunschweig ist geschlossen.

Das Braunschweig Stadtmarketing GmbH, der Arbeitsausschuss Innenstadt Braunschweig (AAI) und der Arbeitsausschuss Tourismus Braunschweig (ATB) sind nur telefonisch und per Mail erreichbar.

Die Geschäftsstelle des ADAC ist geschlossen (bitte Telefon und Mail), ebenso die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) und der Sozialverband VdK. Auch die Touristinfo der Braunschweig Stadtmarketing GmbH, Kleine Burg 14, ist geschlossen, bleibt aber telefonisch und per E-Mail erreichbar: touristinfo@braunschweig.de und (0531) 470-2040.

Die Erwerbslosenselbsthilfe und der Verband alleinerziehender Mütter und Väter Braunschweig, Kaiserstraße 31, hält nur noch telefonische Beratung ab: (0531) 61714071. Montag von 9.30 Uhr bis 13 Uhr und 13.30 Uhr bis 16 Uhr. Dienstag, Mittwoch und Freitag von 9.30 Uhr bis 13 Uhr. Mobil: (0152) 33599248, (0176) 60355259, (0176) 34419278 und (0173) 9659868.

Diese Einrichtungen sind geschlossen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Alle publikumsintensiven Freizeit- und Kultureinrichtungen der Stadt Braunschweig sind seit Samstag, 14. März geschlossen, um das Infektionsrisiko zu senken: die Volkshochschule, die Stadtbibliothek (es fallen KEINE Gebühren an), das Städtische Museum am Löwenwall und im Altstadtrathaus, der Rote Saal im Schloss, der Kulturpunkt West, das Raabe-Haus Literaturzentrum, die Städtische Galerie (halle 267), die Städtische Musikschule und das Stadtarchiv. Das Gleiche gilt für das Schlossmuseum, das Museum für Photographie und den Kunstverein. Betroffen sind auch alle Jugendzentren.

Auch die städtischen Bäder (Wasserwelt, Bürgerbadepark und Heidbergbad) sind geschlossen. Die Stadtbad GmbH verspricht eine Regelung zur Auszahlung ausgefallener Kursstunden und appelliert an die Kursteilnehmer, aufgrund der besonderen Situation etwas Geduld zu haben und von individuellen Anfragen abzusehen. Die Gültigkeit von bereits erworbenen Eintrittskarten oder Gutscheinen für Massageanwendungen verlängere sich jeweils um den Zeitraum der verfügten Schließung der jeweiligen Einrichtung.

Das privat betriebene Bad Gliesmarode ist ebenfalls geschlossen. Die Gültigkeit von bereits erworbenen Eintrittskarten, Gutscheinen und Kursen bleibe bestehen und verschiebe sich auf unbestimmte Zeit, heißt es auf der Internetseite des Bades.

Die städtischen Hallen und Freisportanlagen sind komplett für den Trainings- und Spielbetrieb gesperrt.

Die drei Landesmuseen sind ebenfalls geschlossen: das Braunschweigische Landesmuseum, das Naturhistorische Museum und das Herzog-Anton-Ulrich-Museum.

Das Staatstheater hat seinen Betrieb eingestellt. Infos zum Umgang mit bereits gekauften Karten: www.staatstheater-braunschweig.de

Geschlossen sind auch die Komödie am Altstadtmarkt (Karten behalten ihre Gültigkeit), das KULT-Theater (Karten können an den Verkaufstellen zurückgegeben werden, werden erstattet oder auf einen anderen Termin umgebucht), das LOT-Theater (Karten können bis zum 30. April an der Theaterkasse zurückgegeben oder in Gutscheine umgetauscht werden, das Büro bleibt bis auf Weiteres geöffnet) und das Theater Fadenschein (Karten können im Theaterbüro zurückerstattet werden: theater@fadenschein.de und (0531) 340845, Nachholtermine sind vorgesehen).

Die Brunsviga hat alle Veranstaltungen abgesagt. Die gekauften Karten werden an den Vorverkaufsstellen zurückerstattet. Es gibt bereits erste Ersatztermine: „Bohlweg-Bullen-Blanche-Blondinen“ am 25. September, Matthias Brodowy am 16. April 2021 und Horst Schroth am 18. Februar 2021.

In der Stadthalle und der Volkswagen-Halle finden keine Veranstaltungen statt. Es gibt bereits einige Ersatztermine, zum Beispiel diese: Gregory Porter & Band treten am 4. Dezember auf, Unser blauer Planet II soll nach jetzigem Stand am 22. Mai gezeigt werden, Disney In Concert am 12. September, und Roland Kaiser wird für den 30. Mai angekündigt.

Das Astor-Filmtheater ist geschlossen. Kinotickets, die online gekauft wurden, werden im Laufe der kommenden Wochen automatisch zurückerstattet. Wurden Gutscheine für den Kauf online eingesetzt, werden diese reaktiviert und erneut per Mail zugesandt. An den Kinokassen gekaufte Tickets für den genannten Zeitraum sollen Kunden bitte aufbewahren auf. Sobald die Kassen wieder geöffnet sind, erstattet das Kino diese Beträge. Kundenservice: info@astor-filmtheater.de und (01805) 012660. Aufgrund der reduzierten Kapazitäten und erhöhten Anfragen kann es zu etwas längeren Bearbeitungszeiten kommen.

Auch das Universum-Kino ist geschlossen. Alle bereits gekauften Onlinetickets werden automatisch von Kinoheld erstattet, heißt es auf der Internetseite: „Die vor Ort gekauften Papiertickets bitte aufbewahren. Diese werden nach Wiederöffnung für eine Veranstaltung ihrer Wahl gültig sein.“

Im Kufa-Haus sind alle öffentlichen Veranstaltungen abgesagt bzw. verschoben. Tickets behalten für den Ersatztermin ihre Gültigkeit, können aber auch zurückgegeben werden (Eventim, Kufa). Einige Ersatztermine stehen schon fest: Layla Zoe 12. November, Katerunser 22. Mai, Liedfett 23. August.

Die Technische Universität Braunschweig und die Hochschule für Bildende Künste verschieben den Vorlesungsbeginn auf den 20. April. Die Bibliothek der TU und das Universitätsarchiv sind geschlossen. Die digitalen Medien stehen uneingeschränkt und rund um die Uhr zur Verfügung. Bis auf weiteres seien Mahnungen von Rückgaben ausgesetzt. Zudem können Bücher über die maximale Anzahl hinaus verlängert werden.

Die Braunschweiger Tafel in der Goslarschen Straße hat geschlossen, ebenso das Tierheim am Biberweg, der Zoo in Stöckheim, das Haus der Wissenschaft, die Jugendkunstschule Buntich, die Sternwarte Hondelage und die Klostergärtnerei in Riddagshausen.

Das Stadtteilbüro plankontor ist geschlossen, ebenso die DRK-KaufBar und der nebenliegende Second-Hand-Laden in der Helmstedter Straße 135 sowie das Sozialkaufhaus „Jacke wie Hose“ in der Petzvalstraße 50b in Gliesmarode.

Die Stadtführungen aus dem Angebot der Braunschweig Stadtmarketing GmbH finden bis auf Weiteres nicht statt. Wer bereits Tickets für öffentliche Führungen gebucht hat, bekommt diese erstattet.

Auch diese Veranstaltungen fallen aus

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche hat alle Veranstaltungen und Gottesdienste abgesagt. Taufen, Trauungen, Konfirmationen und Beerdigungen sollen ebenfalls nach Möglichkeit abgesagt werden oder in Absprache mit den Familien nur im kleinsten Kreis stattfinden. Gleichzeitig regt das Landeskirchenamt an zu prüfen, in wieweit die Kirchengebäude für stilles Gebet und Andacht offengehalten werden können.

Auch im Bistum Hildesheim werden alle Gottesdienste und Veranstaltungen bis auf Widerruf ausgesetzt. Firmungen und Feiern der Erstkommunion sollen bis zu den Sommerferien verschoben werden.

Die Islamische Gemeinschaft Braunschweig verzichtet bis auf weiteres auf das gemeinsame Freitagsgebet.

Alle Informationen rund um Corona in unserer Region finden Sie hier.

Hinweis der Polizei

Die Polizeidirektion Braunschweig weist darauf hin, dass sie auch in dieser besonderen Situation rund um die Uhr als verlässlicher Ansprechpartner erreichbar sei: „In dringenden Fällen erreichen Sie uns über die Notrufnummer 110, für alle anderen Anliegen kontaktieren Sie Ihre Dienststelle bitte über die Amtsnummer.“ Das Vermeiden von Infektionen habe auf den Polizeiwachen höchste Priorität. Anzeigen sollten daher in nicht akuten Fällen via Internet erstattet werden: https://www.onlinewache.polizei.niedersachsen.de

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