Braunschweigs Handel erholt sich langsam vom Corona-Schreck

Braunschweig.  Doch die Umsätze erreichen noch nicht Normalniveau. Vor Geschäften gibt es Warteschlangen.

Vor Primark am Sack standen die Kunden am Samstag geduldig Schlange.

Vor Primark am Sack standen die Kunden am Samstag geduldig Schlange.

Foto: Norbert Jonscher

Der Einzelhandel erholt sich nur allmählich vom mehrwöchigen Corona-Lockdown. Am Samstag wuselte und wimmelte es in der Innenstadt fast schon wieder wie in „alten“ Zeiten. Viele waren inzwischen „oben ohne“ unterwegs, ohne Maske, die Abstände in den Warteschlagen waren teilweise kürzer, als die Polizei erlaubt.

Die „neue“ Normalität ruckelt sich zurecht. In manchen Lokalen verzichten Inhaber bereits darauf, Namen und Telefonnummer der Gäste zu notieren, sofern diese nicht im Lokal, sondern draußen Platz nehmen.

Die 13. Corona-Woche in dieser Stadt geht erwartungsvoll zu Ende. Hielten sich die allermeisten nach Wiedereröffnung der Geschäfte noch mit dem Einkaufen zurück, so werden aktuell immer mehr Einkaufstaschen durch die Stadt getragen. Doch noch seien die alten Zahlen nicht erreicht, sagt Olaf Jaeschke, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Innenstadt (AAI). „Bei weitem nicht.“ Das Einbremsen der Kundenströme vor den Geschäften durch Zugangskontrollen und die daraus resultierenden Warteschlangen verfälschten das Bild. Das Einkaufsverhalten sei immer noch sehr verhalten.

Auf der anderen Seite steigen und steigen die Passantenzahlen wieder. Am Hutfiltern wurden zwischen 13 und 14 Uhr am Samstag 3.430 Personen gezählt, am Damm waren es 3.124, am Langen Hof 2.200 und am Sack 2.585.

Die Parkhäuser hatten um diese Uhrzeit noch Kapazitäten. Die Magni-Tiefgarage war zu 95 Prozent ausgelastet, am Schloss waren 78 Prozent der Plätze belegt, an der Langen Straße 76 und an der Schützenstraße 67 Prozent. Viele waren mit dem Fahrrad in die Stadt gekommen.

Experten gehen davon aus, dass sich die Verbraucher noch vom Corona-Schreck erholen müssen. Laut Einzelhandelsverband sind die Umsätze von anfangs zehn bis 25 Prozent auf bis zu 70 Prozent gestiegen.

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