Exkursion zur Blauen Biene in Haus Entenfang in Braunschweig

Braunschweig.  Über die Wildbienen kann man viel lernen im Naturerlebniszentrum Riddagshausen.

Ehepaar Blank, hier am Wildbienenhotel des Naturerlebniszentrums mit vielen Infos dazu, hatte die Blaue Biene auch schon im Garten.

Ehepaar Blank, hier am Wildbienenhotel des Naturerlebniszentrums mit vielen Infos dazu, hatte die Blaue Biene auch schon im Garten.

Foto: Henning Noske

Seit wir über die Forscher der Tierärztlichen Hochschule Hannover und ihre Sichtungen und Studien zur Blauen Holzbiene (Xylocopa violacea) rund um die ökologische Station im alten Bahnhof Schapen in Riddagshausen berichtet haben, wurde die Redaktion zur naturkundlichen Meldestelle. Auch Carlo Fuchs vom Naturschutzbund, Bezirk Braunschweig, der um Meldungen zur Blauen Holzbiene gebeten hatte, verzeichnet zahlreiche Mails und Anrufe.

Am Nehrkornweg gibt es alles Wesentliche über Wildbienen – und die Blaue Holzbiene

Das eigentlich im Süden beheimatete Insekt ist längst bei uns angekommen, gewiss auch ein Indiz für Klimawandel und globale Erwärmung. Schon haben auch die Bienenforscher des Braunschweiger Julius-Kühn-Instituts bei ihren Wildbienen-Zählaktionen die Blaue Holzbiene sicher auf dem Schirm. Und unsere Leser werden nicht müde, welche zu entdecken.

Natürlich hatten auch Andrea und Nis Blank, die wir an diesem Sonntagmorgen vorm Haus Entenfang in Riddagshausen treffen, die Blaue Holzbiene schon im Garten – und verfolgen alles darüber. „Auch wir haben unsere Sichtung schon dem Nabu gemeldet“, sagen sie.


Haus Entenfang in Riddagshausen – dort erfährt man alles über die Blaue Holzbiene

Und Professor Bernd Schierwater, Direktor des Instituts für Tierökologie Hannover, freut sich: „Sie haben mit Ihrem Artikel in wenigen Tagen mehr für die Umwelt bzw. das Umweltbewusstsein geleistet als so manches Biologenteam in elf Jahren.“ Mehr als 110.000 Augenpaare sähen halt mehr als 12 oder 5. So entstehe „statistische Signifikanz“.

Man muss nur aufpassen, dass man vor lauter Blauen Holzbienen auch die Propheten im eigenen Lande nicht vergisst. Deshalb pilgern wir an diesem Morgen zum Haus Entenfang in Riddagshausen.

Im Naturerlebniszentrum der Stadt gibt es längst eine sehenswerte Wildbienenausstellung mit einer Fülle von Informationen. Die Blaue Holzbiene, auch Violette oder Blauschwarze genannt, ist dort sogar in Form eines überdimensionalen Modells als Maskottchen aufgehängt.

Wildbienen leisten das Gros an Bestäubungsarbeit. Sie sind unverzichtbar

Solche Symbole sind in der Umweltbildung wichtig. Damit nicht genug, kann man auch präparierte Exemplare der Blauen Holzbiene in Haus Entenfang betrachten. „Das Interesse nimmt spürbar zu, bei uns bekommt man sehr viele Informationen“, sagt Sonja Reinecke, die wir an diesem Sonntagmorgen im Naturerlebniszentrum treffen.

Tatsächlich sind es die Wildbienen, die das Gros an Bestäubungsarbeit leisten. Ohne Bestäubung keine Pflanzen, keine Tiere – und am Ende auch keine Menschen. Besonders wertvoll sind hier die Hinweise, wie Wildbienenhotels beschaffen sein müssen, damit sie Erfolg bringen.

Haus Entenfang, Nehrkornweg 2, mittwochs, donnerstags, sonntags von 11 bis 16 Uhr; www.braunschweig.de/entenfang; (0531) 23170-392.

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