Hundehasser legt in Braunschweig Mettwurst mit Tackernadeln aus

Braunschweig.  Eine Windhundmischlingshündin spürt die gefährlichen Köder in einem Laubhaufen auf.

Mischlingshündin Lana hat die Köder in einem Laubhaufen entdeckt.

Mischlingshündin Lana hat die Köder in einem Laubhaufen entdeckt.

Foto: Privat

Windhundmischlingshündin Lana (2) hatte den richtigen Riecher. Sie spürte in einem Laubhaufen am Ende der Ottenroder Straße fünf mit Tackernadeln präparierte Mettwurstköder auf.

Was ist passiert?

Besitzerin Claudia Lüttel war mit dem Tier zum Gassigehen unterwegs, als der Hund plötzlich mit einem Stück Mettwurst im Maul ankam und dies stolz mit dem Schwanz wedelnd der Halterin präsentierte. Die war entsetzt, als sie genauer hinschaute: Fein säuberlich nebeneinander hatte ein Unbekannter Tackernadeln in die Wurst gedrückt. „Zum Glück ist unsere Hündin gut erzogen und hat sofort reagiert, als ich Aus! gerufen habe, und hat den Köder wieder ausgespuckt.“ Sie habe die Sache gleich bei der Polizei angezeigt.

Was sagt die Polizei?

Sie bestätigt: Immer wieder würden solche Fälle von Hundebesitzern gemeldet, die präparierte Wurststückchen gefunden haben. „Wir können die Halter nur sensibilisieren: dass sie unterwegs genau hinschauen, was ihr Hund so treibt, und ihn nicht aus den Augen lassen“, so Sprecherin Carolin Scherf. Es sei sehr schwierig, den Tätern das Handwerk zu legen, denn Zeugen gebe es regelmäßig nicht.

„Täter sind kriminell und psychisch gestört“

Doch welche Beweggründehaben die Täter? Was sind das für Menschen? Schnell heißt es, dass ein „Hundehasser“ am Werk ist. Oder jemand, der sich vielleicht über Hundekot oder Gebell ärgert. Doch von dem Punkt, sich über ein Tier zu ärgern, bis zu der Tat, es durch sein Handeln äußerst qualvoll zu töten, sei es ein enormer Schritt, sagt Jana Hoger, Sprecherin der Tierrechtsorganisation Peta.

Studien zeigten, dass Tierhasser psychisch gestört sind und dringend psychologische Hilfe benötigten. Der Täter handele „kriminell“, er wolle Macht ausüben und empfinde Lust, Hunde und vor allem auch ihre Besitzer zu quälen. Allein die Vorstellung, wie das Tier aufgrund seiner Tat leidet, bereite diesen psychisch gestörten Menschen Freude. Auch zeigen Studien, dass die Mehrzahl der Täter, die sich an Menschen vergehen, bereits vorher Tiere gequält haben. Hoger: „Solche Köder auszulegen, ist möglicherweise eine Vorstufe für Gewalttaten gegen Menschen.“

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