Katholischer Jugendverband will Angebote coronasicher machen

Braunschweig.  Die Jugendleiter der katholischen Kirche in Braunschweig sollen sich digital fortbilden, um Online-Angebote in ihrer Arbeit einzusetzen.

Die Projektgruppe des BDKJ testet ihre neuen Online-Angebote (von links):  Kai Janetzky, Johanna Gamenik, Eddi Slopianka und Jonas Jemand.

Die Projektgruppe des BDKJ testet ihre neuen Online-Angebote (von links): Kai Janetzky, Johanna Gamenik, Eddi Slopianka und Jonas Jemand.

Foto: Holger Ewe / Privat

Mit verschiedenen Fortbildungs-Bausteinen können sich Jugendleitungen seit Anfang Oktober online beim katholischen Jugendverband für verschiedene Medien und Kanäle fit machen. Ziel ist, Online-Angebote wie Tiktok, Youtube oder Aktion Bound für eine Schnitzeljagd übers Internet oder einen Treff im Videochat in der Jugendverbandsarbeit einzusetzen – und das nicht nur in der Corona-Zeit.

Alternativen sind in Coronazeiten gefragt

Das Projekt wird vom Förderprogramm Generation hoch 3 des Landesjugendringes unterstützt. „Wir haben gemerkt, dass wir Alternativen brauchen, wenn Jugendarbeit mit Treffen nicht funktioniert, weil sie nicht erlaubt oder nur eingeschränkt sind“, erläutert Holger Ewe. Er ist Geschäftsführer des BDKJ in Braunschweig. „Wir wollen die Jugendarbeit coronasicher machen“, erklärt er das Ziel. Die Arbeitswelt habe sich schnell darauf eingelassen mit Homeoffice und Videokonferenzen. So habe auch der BDKJ nach Möglichkeiten gesucht, Jugendleitungen mit Bausteinen zu schulen, die sie virtuell nutzen können.

„Natürlich lassen sich damit auch reale Treffen wunderbar ergänzen und Welten verknüpfen. Kinder und Jugendliche sind viel online unterwegs auf Videoplattformen, auch Tiktok wird gerade stark frequentiert und es macht ja Sinn, mit der Jugendarbeit genau an diesen Plattformen anzudocken und zu schauen, wie wir uns verknüpfen können“, beschreibt der Fachmann.

Experten erstellen die Tutorials

Bei der Fortbildung gibt es kleine Filme mit Anleitungen zu den einzelnen Plattformen. Diese Tutorials werden von Experten gemacht und sind jederzeit abrufbar. Bis zum Jahresende werden alle Filme nach und nach online gestellt. Daneben gibt es auch Fortbildungstools im Videochat mit festen Terminen am Abend und am Wochenende, damit sie für Ehrenamtliche gut nutzbar sind. „Experten gehen hier auf Fragen ein. Wichtig ist uns auch die rechtliche Seite. Es geht darum, was veröffentlicht werden darf und wie es mit den Bildrechten aussieht. Auch der Umgang mit Mobbing oder Verschwörungstheorien wird thematisiert. Im Rahmen des Projektes können Jugendleitungen einige Methoden direkt für ihre Gruppen nutzen“, so Ewe.

So läuft eine erste Aktion unter dem Motto „motiv:aktiv“ mit Jugendlichen bereits in den Herbstferien bis Ende Oktober. Hier entwerfen Jugendgruppen, die sich im öffentlichen Raum treffen dürfen, kleine Aktionen, dokumentieren sie per Foto oder auch per Video und tragen so einen Wettbewerb aus.

Die Themen kommen aus den Bereichen wie Soziales und Politik, Nachhaltigkeit und Ökologie oder Glaube und Spiritualität. „Davon versprechen wir uns, dass Jugendarbeit wieder in Gang kommt“, sagt der Geschäftsführer.

Weitere Infos und Anmeldung zur Fortbildung unter: www.bdkj-braunschweig.de

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