Inzidenzwert in Braunschweig sinkt weiter auf 50,9

Braunschweig.  Die Stadtverwaltung richtet eine Task-Force für den Aufbau von zwei Impfzentren ein. Es geht zunächst um die Wahl geeigneter Standorte.

Noch ist unklar, wann es den Impfstoff gibt – aber die Stadt bereitet sich darauf vor.

Noch ist unklar, wann es den Impfstoff gibt – aber die Stadt bereitet sich darauf vor.

Foto: Christoph Schmidt / dpa

Der Trend der vergangenen Tage hat sich fortgesetzt: Die Zahl der Neuinfektionen in Braunschweig ist leicht zurückgegangen, und damit ist auch der Sieben-Tage-Inzidenzwert weiter gesunken. Er lag am Freitag bei 50,9. Das heißt: In den zurückliegenden sieben Tagen gab es rund 51 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner. Auf die gesamte Einwohnerzahl gesehen waren es in diesem Zeitraum 128 Neuinfektionen.

Den Inzidenzwert von 50 hatte Braunschweig Ende Oktober überschritten. Damit waren verschiedene Verschärfungen in Kraft getreten, unter anderem die Maskenpflicht in weiterführenden Schulen sowie in der Fußgängerzone und im Magniviertel.

30 Corona-Patienten werden in den Krankenhäusern behandelt

Während sich die Neuinfektionen nun etwas abgeschwächt haben, steigt aktuell noch die Zahl der Corona-Patienten, die in den drei Braunschweiger Krankenhäusern behandelt werden. Gestern waren es 30.

Im Alten- und Pflegeheim am Schwarzen Berg wurde in dieser Woche eine Mitarbeiterin positiv auf Covid-19 getestet. Wie die Stadt mitteilt, hat das Gesundheitsamt daraufhin 40 Tests in der Einrichtung veranlasst. Ergebnisse liegen noch nicht vor. Außerdem gab es in den letzten Tagen einzelne Infektionsfälle am Martino-Katharineum und an der Dr.-von-Morgenstern-Schule.

Gesundheitsamt hat von 90 auf 150 Mitarbeiter aufgestockt

Für das Gesundheitsamt stellt die Lage unverändert eine riesige Herausforderung dar. Das verdeutlichte Martin Klockgether, der Leiter des Fachbereichs Soziales und Gesundheit, jetzt noch einmal im Sozialausschuss: Teilweise müssten mehr als 100 Kontakte pro Infiziertem nachverfolgt werden.

Die Mitarbeiterzahl sei von 90 auf rund 150 aufgestockt worden, vor allem intern durch viele Auszubildende. Außerdem hat die Bundeswehr einige Soldaten geschickt, und auch das Finanzamt und das Thünen-Institut hätten Personal angeboten, so Klockgether.

Unterstützung von Stadion, VW und Hilfsorganisationen

Mangels Platz ist das Gesundheitsamt inzwischen auf Räume im Eintrachtstadion ausgewichen, was sich als gute Lösung erweise. Auch die Kooperation mit VW hinsichtlich der Tests laufe gut, betonte er. Das Unternehmen könne täglich rund 2600 Tests ermöglichen, und avon profitiert neben den VW-Beschäftigten auch die Stadt.

Zugleich werde das Gesundheitsamt aber auch die Kapazität seines eigenen Testcontainers noch erweitern, kündigte Klockgether an. Diesen betreibt die Stadt zusammen mit dem Arbeiter-Samariter-Bund, den Johannitern, dem DRK und den Maltesern. Mit Hochdruck werden Klockgether zufolge auch die Konzepte der Alten- und Pflegeheime geprüft. Hierbei geht es um den Einsatz von Schnelltests.

Braunschweig bekommt zwei Impfzentren

Parallel zu all dem beginnen jetzt die Vorbereitungen für das Impfen. Zwar ist unklar, wann ein Impfstoff verfügbar sein wird, aber man will gewappnet sein: Landesweit werden Impfzentren aufgebaut. In Braunschweig sind zwei vorgesehen.

Zunächst geht es um die Auswahl von Standorten. Als geeignet gelten zum Beispiel Veranstaltungsstätten, Messehallen und Turnhallen. Wichtige Kriterien: gute Erreichbarkeit, gute Internetverbindung, beheizbar, belüftbar. Die Stadt hat dafür eine Taskforce eingerichtet.

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