Braunschweiger siegt im Battle von „The Voice of Germany“

Braunschweig.  Vojtěch Zakouřil (24) hat die Jury beim Singen von „Bridge over troubled water“ überzeugt und steht nun in den Sing-Offs der Talentshow.

Der Braunschweiger Vojtěch Zakouřil (links) beim Auftritt mit George Philippart in den Battles bei „The Voice of Germany".

Der Braunschweiger Vojtěch Zakouřil (links) beim Auftritt mit George Philippart in den Battles bei „The Voice of Germany".

Foto: ProSiebenSat.1/Richard Hübner

Das war keine leichte „Schlacht“: Der Braunschweiger Vojtěch Zakouřil (24) musste sich bei den Battles von „The Voice of Germany“ gegen Allstar George Philippart behaupten. Das ist ihm mit Bravour gelungen - die Coaches Yvonne Catterfeld und Stefanie Kloß nehmen ihn mit in die „Sing-Offs“. Damit steht erneut ein Braunschweiger Talent im Viertelfinale – im vergangenen Jahr hatte das die Braunschweigerin Anika Loffhagen (40) geschafft. Die Ausstrahlung der diesjährigen Sing-Offs beginnt am 26. November.

Die Song-Auswahl seiner Coaches spielte Vojtěch Zakouřil in die Hände : Wie er im Interview mit unserer Redaktion verrät, hat er eine ganz persönliche Beziehung zum ausgewählten Titel „Bridge over troubled water“: Es ist der Lieblingssong seines Vaters (siehe unten). In der Show sagte er: „Mein Vater hat mich gebeten, diesen Song für ihn zu singen, wenn ich irgendwann Sänger bin. Jetzt wird sein Wunsch wahr.“ George Philippart hingegen war die Softrock-Ballade von Simon and Garfunkel aus dem Jahr 1970 gänzlich unbekannt. Vojtěch Zakouřil untertützte ihn bei den Proben bestmöglich – so dass es am Ende ein furioser Auftritt war.

Yvonne Catterfeld sagte am Ende: „In den Sing-Offs kommt es auf ein paar Dinge an: Eigenverantwortung, Selbstbewusstsein, Stabilität. Das ist der Grund, warum wir mit Vojtěch gehen.“

Vojtěch Zakouřil hat am Konservatorium in Prag studiert. Mit 19 Jahren hat er bereits an einer Talentshow in seinem Heimatland Tschechien teilgenommen und danach zwei Hits in den Charts gelandet, bevor es zum Bruch mit seinem Management kam. Er zog vor drei Jahren nach Braunschweig, um in Deutschland einen Neustart zu wagen. Sein Battle-Kontrahent, der Transmann George Philippart, war vor fünf Jahren schon einmal bei „The Voice“ – damals allerdings als Frau.

Vojtěch Zakouřil im Kurzinterview:

Wie haben Sie sich mit Ihrem Battle-Partner George Philippart verstanden?

Wir haben uns super verstanden! Wir haben beide einen ungewöhnlichen Lebensweg – und hatten dadurch eine Gemeinsamkeit, die uns half, auf der persönlichen Ebene schnell gut miteinander klar zu kommen. Auch wenn diese Runde bei „The Voice of Germany“ Battle genannt wird – also Kampf oder Gefecht – und am Ende nur einer weiter kommt, war es uns beiden sehr wichtig, vor allem ein gutes Ergebnis auf die Bühne zu bringen. Keiner von uns wollte sich auf Kosten des anderen profilieren. Wir haben vor den Battles viel und hart miteinander gearbeitet und den Song zu „unserem“ gemacht – und ich glaube, dass uns das gut gelungen ist.

Wie zufrieden waren Sie mit dem Song, den die Coaches ausgewählt hatten?

„Bridge over troubled water“ ist ein großartiger Titel: Es geht um Freundschaft angesichts einer großen Herausforderung. Das war schon ziemlich „auf den Punkt“, da George und ich ja auch gemeinsam eine Herausforderung zu meistern hatten. Aber es gibt noch eine ganz persönliche Bedeutung für mich: Der Titel ist das Lieblingslied meines Vaters. Und ihn auf der „großen Bühne“ singen zu können, war ein bewegender Moment für ihn – und daher auch für mich.

Wie haben Sie sich auf der Bühne gefühlt?

Wie auch schon bei den Blind Auditions: Ich war weniger nervös als man vielleicht erwartet – ich war mir ziemlich sicher, dass wir gut „abliefern“ werden. Was man nie weiß bei den Battles, ist: Was wird am Ende bei den Coaches den Ausschlag geben, wer weiterkommt? Daher war ich eigentlich erst ab dem Moment aufgeregt, als die Coaches ihr Feedback gaben – und das ging dann auf Maximum, als die wirkliche Entscheidung von Stefanie und Yvonne bevorstand. Natürlich – auch die spektakulären Lichteffekte, die die Show dramatisch untermauern wirken auch auf mich: Man sieht das auf der Bühne ja auch. Die Produktion weiß auch sehr genau, wie sie die Spannung hoch hält – auch für die Kandidaten.

Wie bewerten Sie selbst Ihren Auftritt?

Ich muss zugeben, ich war mit der Auswahl des Songs glücklicher als George. Ich kannte den Song, George nicht. Deswegen war es mir wichtig, dass am Ende ein Duett entsteht, in dem beide Künstler ihre Fähigkeiten herausarbeiten können. Ich glaube, das ist George und mir gelungen. Ich finde, mit dem Ergebnis können wir beide uns sehen lassen. Natürlich, es gibt immer Raum für Verbesserung – aber das Format der Sendung lässt auch nur einen definierten Rahmen an Vorbereitung zu. Deswegen: Ich bin zufrieden!

Können Sie die Kommentare der Juroren nachvollziehen?

Man hört zwar sehr genau zu, was sie sagen, aber… es bleibt in dieser Situation nicht im Gedächtnis „hängen“. Ich fand die Kommentare insgesamt aber stets wertschätzend und konstruktiv – und für mich immer auch nachvollziehbar. Auch wenn ich die Battles für mich entscheiden konnte: Niemand ist so gut, dass er nicht noch besser werden kann. Für mich ist das Feedback der Coaches in den Vorbereitungen und auch während der Show vor allem eins: wertvoll!

Vojtěch Zakouřil bei Instagram: @vojtech_zakouril

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