Den E-Bikes gehört die Zukunft

Gifhorn.  E-Bikes sind trendy. Benjamin Krenzke weiß das nur zu gut. In seinem Fahrradgeschäft stehen E-Bikes im Mittelpunkt.

Der Chef und Fahrradmechatroniker Benjamin Krenzke.

Der Chef und Fahrradmechatroniker Benjamin Krenzke.

Foto: Christiane Schacht / BZV

Früher waren Elektrofahrräder eigentlich nur etwas für Leute mit Gehbehinderungen oder anderen motorischen Einschränkungen. Das ist Vergangenheit. E-Bikes für jedermann ­– das ist Trend, das hat Zukunft. Benjamin Krenzke muss es wissen. Der 35-Jährige hat sich am 1. September vor einem Jahr mit seinem Gazelle Store am Gifhorner Steinweg 88 selbstständig gemacht und kann heute durchaus mit Stolz sagen: Es läuft!

Die Nachfrage ist groß, der Laden eigentlich schon wieder zu klein, und er ist gerade für den besten Gazelle Store Deutschlands nominiert worden und wartet aufs Ergebnis. Die Gruppe der Nutzer ist also inzwischen eine andere, eine viel größere? Krenzke: „Ja, auf jeden Fall. Die Kunden sind vor allem jünger geworden, es ist nicht mehr das Fahrrad für alte oder behinderte Menschen, sondern ein Alltagstransportmittel für jedermann.“

Alt ist dieser Trend noch nicht, erst vor etwa drei, vier Jahren habe er, damals noch angestellt, die ersten Nachfragen nach E-Bikes verzeichnet. Aber dann sei es ziemlich rasant losgegangen. Krenzke: „Am Preis hat sich seither nicht großartig etwas verändert, aber an der Qualität.“ Vor allem die Akkus seien leistungsstärker denn je, und gerade sein niederländischer Hersteller habe ein Rad entwickelt, dass nonstop draußen stehen könne, also Regen und Schnee trotze. „Die haben in den Niederlanden ja kaum Radkeller, also muss alles komplett wasserdicht sein“, sagt Krenzke schmunzelnd.

Das Konzept dahinter gefällt ihm: Man soll keine Arbeit mit seinem Fahrrad haben, sondern einfach nur fahren dürfen. Null Aufwand, 100 Prozent Fahrspaß. Beim Fahrspaß kommt Krenzke ins Schwärmen und erklärt damit eigentlich auch gleich, warum die Zukunft den E-Bikes gehört. Weil es „so richtig Spaß macht“.

Aber es gibt weitere Vorteile. Zum einen brauche der Nutzer für seinen Weg jeden Tag exakt die gleiche Zeit, Wege würden also planbarer. Krenzke: „Da ist es eben egal, ob Gegenwind ist oder nicht.“ Zum anderen komme niemand durchgeschwitzt an seinem Arbeitsplatz an, müsse sich also nicht umziehen, sondern könne gleich an den Schreibtisch. Der dritte Aspekt: Es sei ein toller Ausgleich, man sei bereits auf dem Weg zur Arbeit und zurück an der frischen Luft und genieße bestenfalls ein Stück Natur.

Je nach Ehrgeiz, Fitnesslevel und Gesundheitsstand kann der Nutzer bestimmen, wie sehr und ob er sich überhaupt von der Motorkraft helfen lässt. Müssen muss er nämlich nicht, aber er kann, wenn er will. Der Renner im Store ist das Rad mit tiefem Einstieg, dem 250 Watt-Boschmotor und – offenbar ganz wichtig, sagt Krenzke -- in Schwarz. Die Akkus gibt es inzwischen in drei Reichweiten: 50 bis 60, 80 bis 100 und 130 bis 140 Kilometer. Und was den Service angeht, so seien die E-Bikes sogar weniger anfällig als normale Räder.

Das noch mal zum Hinweis null Aufwand, 100 Prozent Fahrspaß: Mit ins Programm hat Krenzke auch ein kleines kompaktes E-Bike genommen. Und er hat weitere Pläne, über die er aber noch nicht sprechen will. Aber er zieht gern Bilanz: „Den Store aufzumachen, war eine gute Entscheidung.“

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