„War genervt von Mitteln mit viel zu viel Parfüm“

Isenbüttel.  Tobias Hanske aus Isenbüttel ist der Macher von „Waschfee“ und entwickelt biologisch abbaubare Enzymreiniger.

Tobias Hanske ist der Macher hinter der Waschfee.

Tobias Hanske ist der Macher hinter der Waschfee.

Foto: Christiane Schacht / BZV

„Der einzig volle Schrank in jedem Haushalt ist der mit den Putzmitteln“, sagt Tobias Hanske, Anfang 40, aus Isenbüttel. Und er sagt auch, das muss nicht sein. Wenige, dafür effektive Reiniger reichen aus. Er ist der Erfinder und Macher der „Waschfee“.

Die Geburtsstunde der Waschfee war 2012. Hanske: „Ich habe ein sehr sensibles Geruchsempfinden und war genervt von Reinigungsmitteln mit viel zu viel Parfüm.“ Zudem habe er sich daran gestört, dass es zu viele Mittelchen für dieses und jenes gibt, zudem alle noch mit viel zu viel Mengen im Verbrauch. Er wollte etwas erfinden, das wirksam gegen Schmutz und Gerüche ist, zudem aber die Umwelt nicht belastet und schon in geringer Dosis wirkt. Hanske: „Durch mein chemisches Grundverständnis und praktische Lebenserfahrung waren mir die Bedeutung und Wirkung von Enzymen nicht unbekannt.“

Er begann, sich damit weiter zu beschäftigen, und forschte, wie viele Einsatzmöglichkeiten es für ein solches Produkt geben könnte. Gespräche mit führenden Chemieunternehmen in Deutschland folgten. Hanskes Idee fand Gehör: „Die waren von einem Reiniger mit universellem Einsatz für das Entfernen von Gerüchen und Flecken begeistert.“ Anderthalb Jahre dauerte es, bis er ein fertiges, auch im Langzeittest erprobtes und geprüftes Produkt entwickelt hatte: Birolin, den Geruchs- und Fleckenentferner. Hanske: „Damit war unser erstes Produkt geboren.“

Er sei ein großer Hundefreund und wasche die Hundedecken, Handtücher und Kissen regelmäßig mit dem Enzymreiniger – und sei begeistert. Inzwischen hat er die Palette von Waschfee wachsen lassen. Es sind allesamt Konzentrate, die nicht verdünnt werden sollen, jedoch sehr sparsam im Verbrauch sind. So kamen bei Waschfee zum Beispiel das Buwalin Buntwaschmittel, das Vowalin Vollwaschmittel, der Glarelin Glas-, Sanitär, Backofen- und Kaminscheibenreiniger, der Resatec Backofen- und Kaminscheibenreiniger, der Resalin Fett- und Schmutzlöser und der Edelin Ceranfeldreiniger dazu. Alle ziert das Logo: die junge Hausfrau mit weißer Rüschenkittelschürze aus den 60er Jahren. Die Waschfee eben.

Kaufen können die Kunden die Isenbütteler Produkte im Online-Shop www.waschfee.de oder im Werksverkauf am neuen Firmensitz, an der Rosenstraße 15 in Isenbüttel. Zukunft habe seine Idee, das habe Hanske schon gespürt. In nur kurzer Zeit ist seine Waschfee keine Unbekannte mehr, Online-Shop und Werksverkauf haben sich gut rumgesprochen. Hanske: „Ich produziere meine Waren ausschließlich in Deutschland, weil mir wichtig ist, dass es einen Kreislauf gibt.“ Nur wer hier arbeite und ein angemessenes Geld dafür erhalte, könne es auch wieder hier investieren.

Was ihm noch wichtig ist: „Unsere Produkte sind alle biologisch abbaubar.“ Das Waschmittel gebe es in wieder verwertbaren Plastikeimern, die danach auch weiterhin für den Haushalt einsetzbar sind. So bleibe das Waschmittel immer pulverig und verklumpe nicht. Hanske: „Bei uns im Werksverkauf gibt es keine Plastikbeutel für den Einkauf.“ Habe ein Kunde keine Tasche dabei, könne er im Laden einen Stoffbeutel erwerben, dessen Erlös an „Eine Region für Kinder“ in Braunschweig geht. Den Verein unterstützen Hanske und sein Team auch seit drei Jahren mit ihrem Weihnachtsevent, zu dem alle Kunden und die, die es werden wollen, eingeladen sind.

Bei Hanske gibt es für den Kunden zu dem Produkt auch gleich die Anwendungsbeispiele und die Informationen gratis dazu. Der Waschfee-Macher: „Ich sehe mich in der Verantwortung, die Kunden umfassend zu informieren, sinnvoll Reinigungsmittel einzusetzen.“ Firmen hätten bei der Waschfee auch die Möglichkeit, größere Mengen abzunehmen und wunschgemäß etikettieren zu lassen. Aber egal, ob Großabnehmer oder normaler Haushalt – Hanske sind alle Kunden lieb. „Für mich stehen klar der Umweltgedanke und die Nutzung der Ressourcen im Fokus.“ Und da könne und sollte jeder mithelfen.

Der Werksverkauf findet freitags von 9 bis 18 Uhr und samstag von 10 bis 15 Uhr statt.

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