Gifhorner eröffnen 300 Kindern in Kampala eine Zukunft

Müden.  Dr. Alexander Matijevic mit  Stefan Meyer, Carsten Saenger und Rainer Volkert aus dem Landkreis Gifhorn, errichteten in Uganda eine Schule.

Das Gruppenfoto entstand 2016, als Dr. Alexander Matijevic mit  Stefan Meyer, Carsten Saenger und Rainer Volkert anlässlich der  Bildungsrallye Go4School Kazo, einen Slum der ugandischen Hauptstadt Kampala, besuchten. im Februar 2016

Das Gruppenfoto entstand 2016, als Dr. Alexander Matijevic mit  Stefan Meyer, Carsten Saenger und Rainer Volkert anlässlich der  Bildungsrallye Go4School Kazo, einen Slum der ugandischen Hauptstadt Kampala, besuchten. im Februar 2016

Foto: Privat / Christiane Schacht

Gut drei Jahre ist es her, dass Dr. Alexander Matijevic (41) aus Müden sich nach Afrika aufmachte, um eine Mission zu erfüllen. Zusammen mit Stefan Meyer (Müden), Carsten Saenger (Wilsche) und Rainer Volkert (Bröckel) gehörte er zu 18 Teams, die im Rahmen der Bildungsrallye Go4School von Volkswagen gespendete Amaroks und Transporter von Daressalam bis Kigali gebracht haben.

Das war der Anfang. Die Männer lernten eine Organisation kennen, die sich in Kazo, einem Slum der ugandischen Hauptstadt Kampala, um Aidswaisen kümmert.

Matijevic erinnert sich: „Gemeinsam haben wir mit den Verantwortlichen überlegt, wie wir dem Projekt am besten helfen könnten.“ Die Idee, eine Schule auf einem eigenen Grundstück zu bauen, entstand. Der Müdener Familienvater gründete den gemeinnützigen Verein HIS Kingdom mit Sitz in Müden und kümmerte sich.

Die Niedersächsische Bingo Umweltstiftung stellte dem Verein den größten Teil der Finanzierung zur Verfügung, Volkswagen und private Spender halfen ebenfalls und so habe ein Grundstück erworben und der Schulbau finanziert werden können.

Nach einem Jahr Bauzeit sei das Gebäude im Februar 2019 feierlich eingeweiht worden. Gesehen hat Matijevic die Schule noch nicht, zwei Vereinsmitglieder aus dem Raum Wolfsburg waren aber zur Eröffnungsfeier dort. Er selbst fliege im Herbst.

Rückblickend sagt er, dass ihn der humanitäre Ansatz der Bildungsrallye immer noch fasziniert, dass er sofort wieder fahren würde, wenn es wieder eine Rallye gibt.

Und was ist ihm persönlich geblieben?

„Die Dankbarkeit für die Kleinigkeiten des Alltags, die für uns so selbstverständlich sind wie fließendes Wasser, eine Toilette, medizinische Versorgung, Supermärkte, Strom, aber für die Menschen dort größtenteils unerreichbar.“

Und natürlich die Freude. Matijevic: „Dass wir den aktuell 300 Kindern weiterhin eine Chance auf Bildung und Zukunft geben konnten, eine Heimat, die sie auf der Straße meist nicht haben.“

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