Mutmacher-Zettel hängen in Meine an der Wäscheleine

Meine.  Die St.-Stephani-Kirchengemeinde in Meine hat sich in der Zeit der Corona-Krise eine besondere Aktion ausgedacht.

Julia Kettler, Pastorin der St.-Stephani-Kirchengemeinde in Meine, vor den Mutmachern an der Wäscheleine.

Julia Kettler, Pastorin der St.-Stephani-Kirchengemeinde in Meine, vor den Mutmachern an der Wäscheleine.

Foto: Privat / St.-Stephani-Kirchengemeinde

Wer in den vergangenen Tagen am Schaukasten der evangelischen St.-Stephani-Kirchengemeinde in Meine vorbeigegangen ist, konnte es schon sehen: Am Zaun hängen an einer Wäscheleine viele bunte Zettel. Es sind Mutmacher für den Tag: ein Gebet oder eine Andacht sowie Handreichungen zum täglichen häuslichen Gottesdienst, die zum Mitnehmen gedacht sind.

Auch der Schaukasten wird täglich aktualisiert mit einer neuen Losung, einem Gebet und weiteren Informationen. So versucht die evangelische Kirchengemeinde, trotz geschlossener Kirchen und abgesagter Gottesdienste für die Menschen da zu sein. Ein Holzkreuz an der Südseite der Kirche ist eine alternative Gebetsstätte für die Menschen, die sonst gern in die Kirche gehen würden, um ihre Sorgen vor Gott zu bringen.

Gebetsglocke läutet auch weiter

Die Glocken der St.-Stephani-Kirche laden weiterhin zum Gebet ein: Die traditionelle Gebetsglocke ruft wie immer täglich um 12 Uhr und um 18 Uhr zum Innehalten und zum Vaterunser auf. So kann auch eine Gemeinschaft entstehen, die zwar nicht am gleichen Ort, aber zumindest zur gleichen Zeit verbunden betet. Auch sonntags um 11 Uhr läuten die Glocken und rufen die Menschen zu einem Gottesdienst zu Hause auf. Unter dem Stichwort „Andachten“ kann auf der Homepage der Kirchengemeinde auch schon die erste Andacht angehört werden.

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Pastorin Julia Kettler hält sich jeden Abend um 18 Uhr und sonntags auch um 11 Uhr in der St.-Stephani-Kirche auf und zündet die Osterkerze zum Gebet an. Wer ein persönliches Gebetsanliegen hat, kann es ihr per E-Mail, Anruf oder Brief mitteilen. Nach dem Abendläuten spielen täglich Bläser und Bläserinnen des Posaunenchores vom Turm einen Choral und tragen damit Hoffnung und Verbundenheit nach außen.

Kirche bleibt ansprechbar

Die Kirche bleibt weiterhin für die Menschen erreichbar, auch außerhalb der bekannten Sprechzeiten: Bei Fragen, konkreten Hilfeanliegen und seelsorgerlichem Gesprächsbedarf sind die Hauptamtlichen der Kirchengemeinde und Mitglieder des Kirchenvorstandes telefonisch ansprechbar, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch wer selber praktische Hilfe anbieten möchte, kann sich melden und in eine bereits vorhandene Liste eintragen lassen.

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Kontakt:

Pastorin Julia Kettler, (05304) 7047 oder julia.kettler@evlka.de;

Diakon Gerd Höper, (0531) 29060998 oder gerd.hoeper@evlka.de

Pfarrbüro: Susanne Harms, (05304) 901240 oder kg.meine@evlka.de

Homepage: www.kirche-meine.de

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