Tieflader mit Bagger bleibt in Gifhorner ICE-Unterführung hängen

Gifhorn.  Ein Tieflader mit einem Bagger ist in der ICE-Unterführung in Gifhorn hängengeblieben. Die Bahnstrecke war mehrere Stunden gesperrt.

In der ICE-Unterführung in der Braunschweiger Straße ist am Samstag ein Tieflader mit einem Bagger steckengeblieben. Die erlaubte Durchfahrtshöhe beträgt vier Meter. 

In der ICE-Unterführung in der Braunschweiger Straße ist am Samstag ein Tieflader mit einem Bagger steckengeblieben. Die erlaubte Durchfahrtshöhe beträgt vier Meter. 

Foto: Axel Hörmann / Privat

Es waren nur wenige Zentimeter, doch die reichten für einen Einsatz von Polizei, Feuerwehr und einem Brücken-Sachverständigen der Deutschen Bahn. Bereits am Samstagnachmittag gegen 14.45 Uhr blieb ein LKW mit einem Tieflader inklusive Bagger an der ICE-Unterführung in der Braunschweiger Straße hängen.

Wie Polizei-Pressesprecher Thomas Reuter am Dienstag bestätigte, sei der 45 Jahre alte Fahrer aus der Region Hannover stadtauswärts unterwegs gewesen. Vier Meter beträgt die erlaubte Durchfahrtshöhe – nicht genug für Bagger und Tieflader. Der Ausleger des Baggers schrammte an der Betondecke entlang, kleine Gesteinsbrocken fielen auf die Straße.

Augenzeuge berichtet von herabfallenden Betonbrocken

Einer, der das Geschehen unmittelbar erlebte, ist Axel Hörmann. „Ich war mit meinem PKW hinter dem LKW. Gott sei Dank mit großem Abstand, da sonst die herabfallenden Betonbrocken den Wagen beschädigt hätten“, berichtet er.

Wie der Sprecher der Polizei erklärte, wurde niemand bei dem Unfall verletzt. Allerdings wurde neben der Brücke auch der Bagger und der Tieflader beschädigt. Die alte B 4 war etwa bis 16 Uhr gesperrt. Die Feuerwehr musste ausgelaufenes Hydrauliköl beseitigen, hieß es.

Kein sicherheitsrelevanter Schaden an der Brücke

Um sich aus der misslichen Lage zu befreien, reichte es nach Angaben der Polizei, Luft aus den Reifen des Tiefladers abzulassen. Anschließend rangierte der Fahrer den Tieflader Zentimeter für Zentimeter aus der Unterführung.

Hinzugezogen wurde auch ein Brückensachverständiger der Deutschen Bahn AG. Aus Sicherheitsgründen war die Bahnstrecke Wolfsburg-Hannover für mehrere Stunden gesperrt. „Der Schaden an der Brücke war nicht sicherheitsrelevant“, betonte Reuter. Das hätten die Untersuchungen des Sachverständigen ergeben. Gegen 20 Uhr wurde der Zugverkehr auf der ICE-Strecke wieder freigegeben.

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