Hofläden im Braunschweiger Land: Hier findet man sie online

Abbesbüttel.  Ein Papenteicher Start-Up-Unternehmen will den Direktverkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse bundesweit auf einer Internetseite bündeln.

Regional einkaufen hilft der Umwelt und erhält Familienbetriebe. Daher erfreuen sich Hofläden großer Beliebtheit – auch in unserer Region. In den Landkreisen Gifhorn, Helmstedt, Peine, Wolfenbüttel und in der Stadt Braunschweig bieten Hofläden ihre Waren an.

Regional einkaufen hilft der Umwelt und erhält Familienbetriebe. Daher erfreuen sich Hofläden großer Beliebtheit – auch in unserer Region. In den Landkreisen Gifhorn, Helmstedt, Peine, Wolfenbüttel und in der Stadt Braunschweig bieten Hofläden ihre Waren an.

Foto: (Archiv/Symbol) Shutterstock / Branislav Nenin

Frische Eier von Bauernhof aus Abbesbüttel, frische Kartoffeln aus Wasbüttel oder Äpfel aus dem Hofladen in Isenbüttel – die neue Internetseite www.frischeszeug.de soll für alle, die lieber regional und saisonal einkaufen, ein Wegweiser zu Bauernhöfen sein, die einen Teil ihrer Erzeugnisse selbst vermarkten. Das Start-Up-Unternehmen kommt aus dem Kreis Gifhorn. Die Gründer erklären, wie das Portal funktioniert.

Hofläden aus Kreisen Gifhorn, Helmstedt, Wolfenbüttel und Peine sind im Verzeichnis

„Kauf regional. Iss lecker“ lautet der Slogan des Papenteicher Start-Up-Unternehmens. Gregor Friedrich-Baasner aus Rethen und Sophie von See aus Adenbüttel haben das Internetportal ins Leben gerufen und setzen nun darauf, dass sich möglichst viele Landwirte beteiligen. 44 sind es bisher. Einige aus dem Landkreis Gifhorn wie die Höfe Wehmann aus Abbesbüttel, Gaus-Lütje aus Wasbüttel, Katenhusen aus Rethen, Heimann aus Vordorf, das Eickenhofer Spargelreich gehören unter anderem dazu, aber auch Höfe aus Braunschweig, den Landkreisen Helmstedt, Wolfenbüttel und Peine.

Jäger sollen Wild verkaufen

Bundesweit gibt es rund 100.000 Selbstvermarkter – im Idealfall sind sie künftig alle unter www.frischeszeug.de vertreten. Das ist ein harter Weg der Akquise. Friedrich-Baasner und von See kennen das aus ihrer täglichen Arbeit. Sie führen Gespräche mit Landwirten, mit Interessenvertretungen, Berufsverbänden. Erst kürzlich konnte beispielsweise der Bundesverband Deutscher Ziegenzüchter gewonnen werden. Auch mit Jägern sind die Jungunternehmer im Gespräch. Wild sei ein ausgezeichnetes Fleisch, aber oft scheitern potenzielle Kunden an fehlenden Informationen zu Kaufmöglichkeiten.

Der Klassiker: Freilandeier

Die Registrierung für die Landwirte ist kostenlos. Das Profil kann selbst angelegt werden, eigene Bilder können hochgeladen, Adresse und Öffnungszeiten hinterlegt werden. „Wir haben das intensiv getestet, vor allem mit Menschen, die nicht besonders digital affin sind“, sagt Friedrich-Baasner. Ein einfaches Handling ist unverzichtbar, so der Wirtschaftsinformatiker. „Es werden von Tag zu Tag mehr Landwirte, die das Angebot nutzen.“ Die Seite sei maßgeschneidert für den Bedarf der Bauern. Das bestätigen Friederike und Hinrich Wehmann gern. Längst sind ihre Freilandeier, die sie an sechs Verkaufsständen und zwei Automaten anbieten, zu einem zweiten Standbein für den Hof geworden. Immer wieder komme es vor, dass Interessierte fragen, wo sie die Eier kaufen können. Da sei das Internetportal eine sehr gute Info-quelle.

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Seit Mitte August ist das Portal live. Unterstützung erhielt das Start-up vom Land Niedersachsen und der Venture Villa in Hannover.

Regional und saisonal kaufen liegt im Trend

Dass der Bedarf nach Informationen bei den Kunden zunimmt, habe sich nicht nur während des Shut-Downs gezeigt, es sei generell auch ein Trend. Immer mehr Menschen, wollen wissen, wo ihre Kartoffeln, das Gemüse, das Obst und die Eier herkommen. „Für sie wollen wir die zentrale Plattform werden“, sagt Friedrich-Baasner.

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