Gifhorner Gemeinden verzichten auf Präsenzgottesdienste

Gifhorn.  Der Landkreis gestattet zwar Gottesdienste unter strengen Auflagen, aber die Gemeinden wollen ein Zeichen der Solidarität setzen.

Die Kirchengemeinden im Landkreis haben sich dazu entschieden, Präsenzgottesdienste nicht stattfinden zu lassen. (Symbolfoto)

Die Kirchengemeinden im Landkreis haben sich dazu entschieden, Präsenzgottesdienste nicht stattfinden zu lassen. (Symbolfoto)

Foto: Markus Scholz / dpa

Die alarmierend ansteigenden Inzidenzzahlen haben die Kirchengemeinden im evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Gifhorn dazu bewogen, bis zum 31. Januar auf Präsenzgottesdienste zu verzichten. Das teilt der Kirchenkreis in einer Pressemitteilung von Donnerstag mit. Auch wenn die Regelungen der Landeskirche Hannover in einem gewissen Rahmen gottesdienstliche Zusammenkünfte und Konfi-Unterricht für möglich halten, unterstützten die Gemeinden vor Ort das Anliegen des Landkreises, die starken Kontakteinschränkungen einzuhalten.

Konfirmandenunterricht nur online

Auch der Konfirmandenunterricht finde derzeit nur Online statt. Superintendentin Sylvia Pfannschmidt weist darauf hin, dass die Gemeinden kreative Ideen entwickelt hätten, geistliche Impulse den Menschen in dieser Zeit weiterzugeben: „Es werden Online-Gottesdienste angeboten, in Schaukästen sind Impulse zu lesen, Telefonandachten werden gesprochen oder es gibt eine geschriebene Predigt ‚to go‘ vor der Kirchentür.“ Neben den alternativen Gottesdienstangeboten seien die Pastorinnen und Pastoren jederzeit telefonisch ansprechbar. „Kirche bedeutet mehr als Gottesdienste feiern. Die Kirchengemeinden haben auch in dieser Zeit ein offenes Ohr für die Sorgen der Menschen“, heißt es in der Mitteilung.

Die Hygienekonzepte seien in den Gemeinden bis zum Shutdown vor Weihnachten immer umgesetzt worden, so dass Ansteckungsherde hätten vermieden werden können. Der Verzicht auf Präsenzgottesdienste geschehe nun freiwillig. Der Kirchenkreis will damit ein Zeichen der Solidarität setzen, damit die Pflegekräfte, die medizinischen Systeme und Personengruppen mit besonderer Gefährdung geschützt werden können. Superintendentin Sylvia Pfannschmidt: „Ich weiß, dass wir alle einen langen Atem brauchen. Ich möchte ermutigen, dass jeder dazu beitragen kann, dem Virus keine Chance zu geben.“

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