Isenbütteler wollen mehr Bodenwellen im Försterkamp

Isenbüttel.  Ein Einwohner stellt den Antrag für den Gemeinde-Bauausschuss, im Försterkamp baulich aufzurüsten.

Die leichten Erhebungen in der Straße Am Försterkamp sind kaum sichtbar.

Die leichten Erhebungen in der Straße Am Försterkamp sind kaum sichtbar.

Foto: Reiner Silberstein

In der Straße Am Försterkamp in Isenbüttel sind die Anwohner unzufrieden: Die Autos seien zu schnell in der Tempo-30-Zone unterwegs, viele Fahrer beachteten weder Verkehrsregeln noch Fußgänger und nutzten die Straße vermehrt, seitdem in der Königsberger Straße Aufpflasterungen gebaut wurden. Deshalb stellte ein Einwohner den Antrag für den Gemeinde-Bauausschuss, Am Försterkamp ebenfalls baulich aufzurüsten.

„Ich will nichts Neues erfinden, sondern auf Bewährtes zurückgreifen“, sagte der Antragsteller, der angab, alle Nachbarn hinter sich zu haben. Die wenigen leichten Bodenwellen, die in der Straße bereits verbaut sind, seien nicht ausreichend.

Politiker erinnern sich an „lebhafte Diskussionen“

Ratsherr Detlef Lehner (SPD) war jedoch überzeugt: „Mit baulichen Maßnahmen stellt man das Rasen nicht ab. Die, die zu schnell fahren, sind Ihre Nachbarn.“ Das Thema habe man schon oft in den Sitzungen gehabt – „und morgen kommt jemand, dem es nicht gefällt.“ Da überzeuge auch eine angekündigte Unterschriftenliste nicht. Auch Ausschussvorsitzende Katrin Below (SPD) erinnerte sich noch an die „lebhafte Diskussion von 2014“ und daran, dass Auf- und Abbauen immer viele Steuergelder koste.

Frederick Meyer (CDU) zollte den Antragstellern jedoch Lob, dass ein Anliegen direkt aus der Bürgerschaft an die Politik herangetragen wurde. „Und ich fände es blöd, wenn es einfach so abgebügelt würde. Das muss man ernst nehmen.“ Sein Antrag, das Thema erst einmal in die Fraktionen zur Beratung zu geben, fand Anklang.

Häuslebauer darf Dachneigung von 30 Grad nicht ohne Begrünung unterschreiten

„Abgebügelt“ wurde dagegen der Antrag eines künftigen Häuslebauers im Von-Campe-Ring, das Dach in einem geringeren Winkel als der vorgegebenen 30 Grad bauen zu dürfen: „Wir bekommen im Obergeschoß keine vernünftige Fensterhöhe hin … Das bedeutet, dass wir nicht vernünftig rausschauen könnten.“ Bei einem Dach mit einer Neigung von 25 Grad sei das Problem gelöst. Bürgervertreter Hans-Joachim Höpfner bemerkte allerdings: „ Dachneigungen von 25 Grad sind erlaubt – wenn das Dach begrünt wird.“ Auch Lehner war überzeugt, dass es „mit etwas Fantasie des Architekten“ möglich sein muss, aus dem Fenster zu schauen: „mit weniger Dachüberstand “. „Wir machen schon unheimliche Zugeständnisse für Einfamilienhäuser, die aussehen, als seien sie zweigeschossig “, sagte Elisabeth Krull (IWG). Below: „Andere haben es auch hinbekommen.“

Den Haushaltsansatz befürworteten die Ausschussmitglieder einstimmig, sahen für das Neubaugebiet Allerkamp allerdings 40.000 statt 20.000 Euro für Planungskosten vor.

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