Bertrandt: Neue Prüfstände für Tappenbeck

Tappenbeck.  Das Unternehmen erweitert seine Absicherungs- und Erprobungsmöglichkeiten im Bereich der Elektromobilität.

Ingenieurdienstleister Bertrandt: Standort in Tappenbeck

Ingenieurdienstleister Bertrandt: Standort in Tappenbeck

Foto: Archiv / Buchwald, Yvonne

Engineering-Dienstleister Bertrandt investiert konzernweit in die Elektromobilität – und hat so auch am Standort Tappenbeck seine Prüftechnologie erweitert. Wie das Unternehmen mitteilt, ermöglichen drei Prüfstände für elektrische Antriebe und ein vollautomatischer Tauchprüfstand das Testen diverser Fahrzeugbaugruppen. „Bertrandt (...) baut sein Leistungsspektrum diesbezüglich kontinuierlich aus. Zudem stellt das Unternehmen die Absicherung sämtlicher Komponenten für die Elektromobilität und der dahinterliegenden Energieversorgung konsequent in seinen Fokus“, wird Hans-Gerd Claus, Vorstand Technik bei Bertrandt, in der Pressemitteilung zitiert.

In Tappenbeck in Betrieb genommen wurden zwei sogenannte 2E-Prüfstände und ein 1E-Prüfstand zum Test von elektrischen Achsantrieben, E-Maschinen und Invertern. Mit den rund 3,5 Millionen Euro teuren Anlagen können umfangreiche Prüfungen mit Blick auf Maximalleistung, thermisches Verhalten, funktionales Tests der Software, Prüfungen des Inverters bei Störungen im HVDC-Bordnetz des Fahrzeugs sowie Lebensdauerprüfungen durchgeführt werden. Dabei können Lastzustände und Umgebungsbedingungen aus dem Fahrbetrieb realistisch nachgebildet werden.

Für die Bauteilfreigabe von Komponenten im Außenbereich wie elektrische Wasserpumpen, Steuergeräte, Leistungselektronik, elektrische Lenkungen oder Antriebe kommen Tauchprüfungen zum Einsatz. Diese bilden das abrupte Abkühlen eines Bauteils durch Wasser nach und führen so zu Grenzbelastungen von Material. Dafür hat Bertrandt den ersten vollautomatischen Tauchprüfstand des Konzerns in Betrieb genommen, heißt es weiter. Die Maximalbelastung liegt bei 400 Kilogramm. Durch die Automatisierung des Prüfstands wird Zeit gespart: dauert es manuell zwei bis drei Wochen, ist die vollautomatische Prüfung schon nach zwei bis vier Tagen erledigt.

Eine Thermoschockkammer, die laut Sprecherin Julia Nonnenmacher allerdings nicht in Tappenbeck steht, ist ebenfalls neu angeschafft worden.

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