Typisierungsaktion – Überwältigende Hilfsbereitschaft für Laura

Meine.  Stammzellenspender für die 15 Monate alte Laura gesucht: 289 Menschen lassen sich am Sonntag in Meine für die DKMS typisieren.

289 Menschen haben sich am Sonntag in Meine für eine Stammzellenspende typisieren lassen. Die 15 Monate alte Laura  aus Meine sucht wegen ihrer seltenen Stoffwechselerkrankung dringend einen Stammzellenspender.

289 Menschen haben sich am Sonntag in Meine für eine Stammzellenspende typisieren lassen. Die 15 Monate alte Laura  aus Meine sucht wegen ihrer seltenen Stoffwechselerkrankung dringend einen Stammzellenspender.

Foto: Dirk Kühn

Überwältigend, beeindruckend, wunderbar – die Freude der Helfer, der Organisatoren, der Verwandten und der Familie Harms aus Meine über die große Hilfsbereitschaft lässt sich kaum in Worte fassen. Hunderte Meiner, aber auch viele Menschen aus dem gesamten Papenteich, kommen am Sonntag zur Typisierungsaktion zum Feuerwehrgerätehaus , um der 15 Monate alten Laura zu helfen . Sie leidet unter einen seltenen Stoffwechselkrankheit und benötigt einen Stammzellenspender.

Fast jeder kann Stammzellenspender sein

Tisch an Tisch steht in den Räumen der Feuerwehrzentrale, im Zweierteam nehmen die Helfer die Daten von potenziellen Stammzellenspendern auf. Fast alle Tische sind zur Mittagszeit besetzt. Mona Dieser begrüßt Anabel Hein aus Rothemühle, nimmt persönliche Daten auf, stellt Fragen über mögliche Krankheiten. Als Stammenzellenspender kann sich jeder registrieren lassen, der jünger ist als 55, gespendet werden kann bis zum 62. Lebensjahr.

Herz- oder Lungenkrankheiten, Hepatitis oder HIV lassen eine Stammzellenspende nicht zu. Wer gesund ist, für den heißt es: „Stäbchen rein – Spender sein“, so der Slogan der DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei). Für Anabel Hein ist es eine Selbstverständlichkeit, zu helfen und sich typisieren zu lassen. So sehen es an diesem Sonntag insgesamt 289 mögliche Stammzellenspender.

Spenden von vielen Bürgern aus dem Papenteich

Die DKMS-Mitarbeiterinnen Andrea Rüther und Anna-Lena Schmidt freuen sich über die Hilfsbereitschaft. Sie unterstützen das Helferteam, beantworten Fragen und sorgen dafür, dass die Wattestäbchen, die jeder, der sich typisieren lässt, eine Minute im Mund behalten muss, weitergeleitet werden. Nach der Typisierung folgt die Laboruntersuchung, dann die Aufnahme in die Spenderdatei.

Jede Typisierung kostet 35 Euro. Dafür werden Spenden benötigt, und auch da zeigen sich die Meiner von der besten Seite. Die Schüler des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums (PMG) haben 1500 Euro gesammelt, der Lions-Club Meine-Papenteich spendet 1800 Euro, der Männergesangverein 250 Euro – und all die Besucher, die mal eine Bratwurst essen, die die Feuerwehr grillt, oder mal ein Stück Kuchen, den die Frauen vom DRK anbieten. Rund 9000 Euro kommen zusammen, berichtet Eva Bruchmann, eine der Organisatorinnen.

Über 100 Helfer bei Typisierungsaktion für Laura

Laura ist ihre Nichte. Zusammen mit Marcel Calberlah (Musikzug Meine), Almut Bruchmann, Nils Bruchmann, Birgit Heise (Feuerwehr), Birgit Albert (Zuckerrübchen), Volker Elbers (Lions) hat sie die Typisierung vorbereitet. „Das war echt überragend“, sagt sie am späten Nachmittag. „Ein riesengroßes Dankeschön an alle Helfer!“

Mehr als 100 sind es, die Jugendfeuerwehr betreut die Hüpfburg, die Eltern aus dem Zuckerrübchen und den anderen Kindertagesstätten helfen ebenso wie Schüler und Mitglieder der Meiner Vereine. „Der Vater von Laura spielt bei uns im Posaunenchor“, erzählt Harald Powitz. Da sei es doch selbstverständlich, zu helfen.

Lauras Eltern überwältigt von der Hilfsbereitschaft

Währenddessen spielt in der Gerätehalle Martin Kroner auf der Gitarre. Die Landfrauen flechten Kränze, nebenan gibt’s Kuchen und Torten. Meiner Backkunst vom Feinsten. Süße Hilfsbereitschaft.

Und mittendrin die Eltern von Laura. Nina und Lucas Harms. Sie sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft. Es sei schön zu sehen, wie die Menschen sie unterstützen, ihnen den Rücken stärken. „Es tut gut, in so einer schwierigen Situation nicht allein gelassen zu werden“, freuen sie sich. „Es sind so viele Menschen, von denen man gar nicht wusste, dass sie bereit sind zu helfen – das ist einfach nur schön“, sagt Nina Harms und dankt für die große Unterstützung.

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