„Zu wenig Parkplätze für Anwohner“

Königslutter  Die Park-Situation am Amtsgarten ist manchmal eng, neue Plätze wird es dennoch nicht geben. Demnächst werden dort aber Tempo-30-Schilder aufgestellt.

Blick in den Amtsgarten in Königslutter. Nicht jeder Anwohner hat dort einen eigenen Parkplatz.

Blick in den Amtsgarten in Königslutter. Nicht jeder Anwohner hat dort einen eigenen Parkplatz.

Foto: Sebahat Arifi

Wer sich mal an einem beliebigen Vormittag am Amtsgarten in Königslutter hinstellt, kann dort emsiges Treiben beobachten. Ob es Menschen sind, die einkaufen wollen, in eine Arztpraxis gehen oder einen Café trinken möchten – fast alle suchen nach Parkplätzen.

Vor allem entlang der Straße bleiben freie Plätze es nicht lange. Zu all den Besuchern kommen die Bewohner der neu errichteten Gebäude, die ebenfalls Parkplätze benötigen. Es seien zu wenige, beschwert sich nun ein Nutzer namens „bordo“ auf unserem Internetportal Alarm 38. Er schreibt: „Die KWG aus Helmstedt baute im Jahr 2017 Amtsgarten 4+5 ein Mehrgenerationen-Haus mit 16 Eigentumswohnungen, zwei Gewerbebetrieben und drei Ärzten. Zu diesem Haus gehören zehn Einstellplätze (viel zu wenig). Wo sollen die Eigentümer parken?“

Die Kreis-Wohnungsbaugesellschaft verwaltet die Gebäude weiterhin, auch wenn die Wohnungen aller Gebäude in Privateigentum sind. KWG-Geschäftsführer Wito Johann sind die Beschwerden einiger Anwohner bekannt, stellt aber eindeutig fest: „Ja, es sind in der Nähe nicht genügend Einstellplätze für alle vorhanden, aber am Amtsgarten ist alles nach rechtlich gültigem Bebauungsplan ausgewiesen.“

Demnach sei in der Satzung Lage und Anzahl der Parkplätze für das gesamte Centro-Kö-Gebiet genau festgeschrieben. Die theoretisch baurechtlich eigentlich vorgegebenen ein bis eineinhalb Stellplätze pro Wohnung würden durch die dort geltende Satzung aufgehoben. So stünden für besagte Hausnummern vier und fünf insgesamt zehn Stellplätze für alle zur Verfügung, auch für die Gewerbetreibenden. Für die Bewohner seien die jeweiligen Plätze ab 18 Uhr abends bis morgens reserviert. „Die Parkplätze gehören zum gemeinschaftlichen Eigentum. Das ist aber nichts Neues, alle Eigentümer haben mit dem Kauf ihrer Wohnung eine Teilungserklärung unterzeichnet und waren darüber informiert“, machte der KWG-Geschäftsführer deutlich.

Wer am Amtsgarten eine Wohnung gekauft hat, habe also gewusst, dass es keinen Anspruch auf einen eigenen Parkplatz gebe. Ändern werde sich an der Situation nichts.

Beschwerden über die Parkplatzsituation am Amtsgarten seien bei Königslutters Bürgermeister Alexander Hoppe nicht eingegangen, beantwortete er unsere Nachfrage dazu. Dennoch, es sei „schon voll“ in dem Bereich. Um die allgemeine Situation zu entschärfen und sicherer zu machen, erfolgten bald weitere Maßnahmen. So würden Tempo-30-Schilder aufgestellt, sobald die Fundamente dafür gegossen werden könnten. Außerdem sei der Auftrag für den Bau eines Fußwegs zwischen Altenheim und Rottorfer Straße erteilt worden.

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