Torte statt Violina zum Geburtstag

Museum Mechanische Musikinstrumente schon nach einem Jahr ein Erfolg – Leiterin erinnert an den Umzug

Zum Geburtstag eine Torte von Gisela Scharping (zweite von links). Bürgermeister Ottomar Lippelt (von links), Britta Edelmann , Andreas Weber und Jörg Borchard im Museum mechanische Musikinstrumente.   

Zum Geburtstag eine Torte von Gisela Scharping (zweite von links). Bürgermeister Ottomar Lippelt (von links), Britta Edelmann , Andreas Weber und Jörg Borchard im Museum mechanische Musikinstrumente.   

Foto: s (2) Münsterteicher

KÖNIGSLUTTER. Auch wenn ein Jahr nur eine geringe Zeit ist im Vergleich zum Alter der "Akteure"; die Geburtstagsfeier des Museums Mechanische Musikinstrumente (MMM) in Königslutter war berechtigt. Vom Erfolg dieses Unternehmens berichteten am Sonnabend Gastgeberin Britta Edelmann und einige Gäste.

Auch wenn der Höhepunkt des Festes ausfallen musste, die Geburtstagstorte aus dem Dom-Café überreicht von Gisela Scharping, war zumindest kulinarisch ein guter Ersatz. Dass die 97 Jahre alte Phonoliszt Violina der Firma Hupfeld aus Leipzig fehlte, ist einem an sich einfachen, aber aus Zeitgründen nicht zu erledigendem Problem zu verdanken: Der Keilriemen war gerissen. Ersatz ist erst in zwei Wochen da.

Weil die Violina ausfiel, worauf Britta Edelmann ihren Festvortrag gegründet hatte, beschränkte sie sich weitgehend auf den Bericht von "Pleiten, Pech und Pannen" in einem Jahr MMM. Der Umzug gehörte dazu. Zwar hatte eine Fachfirma den übernommen, aber gegen zu kleine Türen und andere Widrigkeiten gab es keine einfachen Rezepte.

Mit der Zeit habe man dazu gelernt, versicherte die Museumschefin. "Wir müssen nicht mehr wegen jeder Kleinigkeit nach dem Fachmann rufen." Zu denen gehört Jörg Borchard. In seiner Werkstatt steht auch die restaurierte Violina ohne Keilriemen. Dass es so kam war für Königslutters Bürgermeister Ottomar Lippelt keine Hürde: "So können wir mit dem Feiern fortfahren, wenn das funktionierende Instrument wieder zu Hause ist."

Er dankte Königslutters ehemaligen Stadtdirektor Hilmar Liedtke und Gerd Biegel, Direktor des Braunschweigischen Landesmuseums, die Lippelt als Väter des Museums betitelte. Beide waren unter den Gästen.

An die "Geburtswehen" des MMM erinnerte Biegel dann auch. "Aber, der Einsatz hat sich gelohnt", stellte der Braunschweiger fest. Er widersprach jenen, die glauben würden, dass in Königslutter nur ein kleiner Rest der Sammlung Carlsson stehe. Sie sei zu Gunsten Königslutters im Verhältnis 4:1 verteilt worden. "In das Museum in Bruchsal sind nur die entbehrlichen Reste gebracht worden."

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