Der „Pferdestall“ hat einen guten Start hingelegt

Helmstedt  Das Club-Café und Vorzeige-Projekt „Pferdestall“ in Helmstedt hat die ersten Monate gut überstanden. Die Finanzierung ist eine Daueraufgabe.

Karolin Plath ist die Club-Chefin im Pferdestall.

Karolin Plath ist die Club-Chefin im Pferdestall.

Foto: Michael Strohmann

Das Café Pferdestall am Ludgerihof ist der Versuch, die Helmstedter daran zu beteiligen, ihre Stadt attraktiver zu machen. Im August 2013 eröffnet, hat sich das Café vor allem als Veranstaltungsort für kulturelle Angebote recht schnell etabliert. Das war eine der Kernaussagen bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Trägervereins Campus Helmstedt.

Hervorgegangen aus der Idee, Helmstedt durch ein Jugendcafé attraktiver für die jüngere Generation zu machen, ist das inhaltliche Konzept des von Bürgerengagement getragenen Modellprojektes inzwischen eindeutig generationsübergreifend. Die Event-Palette reicht von Quiz-Abenden über „Helmstedter Küchenschlachten“ bis hin zu kleinen Konzerten, Lesungen oder Theateraufführungen. Bei den sogenannten Clubabenden wird auch mal ein Tatort-Krimi gemeinsam auf Großbildleinwand angeschaut.

Stichwort Club: Der Pferdestall stützt sich bezüglich seiner Nutzer auf das Prinzip der Mitgliedschaft. Ein deutlicher Unterschied zu herkömmlichen Cafés. Schüler zahlen monatlich 1 Euro, Erwachsene 5 Euro. Auch eine Tagesmitgliedschaft gibt es, für 1 Euro. Der Club hat derzeit 220 feste Mitglieder, vorwiegend Schüler.

Größere Bedeutung für die Finanzierung und Unterhaltung des im Caritas-Zentrum untergebrachten Club-Cafés haben die Förderer. In der Kategorie „Silber“ zahlen sie 25 Euro monatlich, in der Kategorie „Gold“ 50 Euro. Im Moment verfügt der Pferdestall über zwei „Gold“- und 19 „Silber“-Förderer. Eine Säule, die noch deutlich ausbaufähig sei, wie Lorenz Flatt vom Trägerverein in der Versammlung darlegte.

Das „Experiment“ Pferdestall ist zunächst auf ein Jahr angelegt worden. Wie es ab Mitte 2014 weitergeht, macht der Trägerverein vom Zuspruch der Bürger und der Unterstützung durch Sponsoren abhängig. Durch die Mitglieds- und Förderbeiträge, Spenden, Sponsorgelder, Eintrittsgelder und die Einnahmen aus der Gastronomie müssen die laufenden Ausgaben für Miete, Personal und Gagen gedeckt werden. Zum Zeitpunkt Ende 2013 sei das zu 75 Prozent gelungen, teilte der Verein mit. Für das nötige Startkapital hatten Sponsoren gesorgt, es musste zur Deckung des Fehlbetrages mit verwendet werden.

KOMMENTAR


Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Leserkommentare (2)