Fusion zwischen Helmstedt und Büddenstedt steht

Helmstedt  Die Räte von Helmstedt und Büddenstedt stimmen gleichzeitig für den Zusammenschluss ihrer Kommunen.

Die Einheitsgemeinde Büddenstedt (im Bild der Hauptort) wird mit der Stadt Helmstedt fusionieren.

Die Einheitsgemeinde Büddenstedt (im Bild der Hauptort) wird mit der Stadt Helmstedt fusionieren.

Foto: Volker Linne

Nur zwei Tage nach der Kommunalwahl haben die Räte der Stadt Helmstedt und der Einheitsgemeinde Büddenstedt eine tiefgreifende Entscheidung zur Zukunft ihrer Kommunen getroffen. Die beiden wachsen zu einer neuen Einheit zusammen. Sie führt – vorbehaltlich eines Gesetzbeschlusses im Niedersächsischen Landtag – ab 1. Juli 2017 den Namen Stadt Helmstedt.

Barmke, Emmerstedt, Büddenstedt sowie Offleben mit Hohnsleben und Reinsdorf werden Ortsteile und behalten eigene Ortsräte.

Vor allem finanziell erhoffen sich beide Seiten eine Entlastung. Das niedersächsische Innenministerium hat ihnen eine Bedarfszuweisung in Höhe von gut 15 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Darin eingerechnet ist der Abzug jener 2,1 Millionen Euro, die das Land erst vergangene Woche als Stabilisierungshilfe für Büddenstedt angewiesen hat.

Das Land stellt dafür die Bedingung, dass Büddenstedt und Helmstedt es gemeinsam schaffen, ihr jährliches Defizit mittelfristig zu halbieren. Die Helmstedter Stadtverwaltung konkretisiert: „Der Fehlbetrag pro anno darf dann nicht höher als 2,7 Millionen Euro sein.“ Als Folge von Sparmaßnahmen und Fusionswirkungen werde dieser Wert dauerhaft ab dem Jahr 2021 erreicht, verspricht die Kämmerei

Ein gemeinsamer Haushalt wird erstmals für das Jahr 2018 erstellt.

Für Helmstedts Bürgermeister Wittich Schobert ist diese Fusion ein historisches Datum, an dem die Stadt ein ganz neues Kapitel ihrer Geschichte aufschlagen werde: Schobert äußerte gestern Abend im Rat: „Es ist der richtige Weg. Natürlich liegen Herausforderungen vor uns. Aber in einer großen Gemeinschaft werden wir sie wesentlich besser meistern können, als wir dazu allein imstande wären.“ Ähnlich euphorisch äußerten sich die Vertreter aller Fraktionen.

In Reinsdorf gestaltete sich die Ratssitzung kurz und knapp. Nach nur 20 Minuten stand das Ergebnis pro Fusion fest. Mit zehn Stimmen (bei einer Enthaltung) fiel das Votum der Büddenstedter genauso klar für einen Gebietsänderungsvertrag, sprich ein Zusammengehen mit Helmstedt, aus.

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