Die weibliche Seite der Reformation

Helmstedt  Das Kreis- und Universitätsmuseum Helmstedt zeigt eine Ausstellung über historische Frauenfiguren. Eröffnet wird sie am 14. Dezember.

Cornelia Bernoulli und Ernst Matthias Friedrich in Aktion als Katharina von Bora und Martin Luther.

Foto:  Archiv

Cornelia Bernoulli und Ernst Matthias Friedrich in Aktion als Katharina von Bora und Martin Luther. Foto:  Archiv

Die Erinnerung an 500 Jahre Reformation beschäftigt weiterhin die Kirchengemeinden und kulturellen Einrichtungen im Landkreis. Am Donnerstag, 14. Dezember, um 19 Uhr wird im Juleum zum Abschluss des Luther-Jahres die Ausstellung „Frauen der Reformation in der Region“ eröffnet.

Die Ausstellung ist ein Projekt der Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland, das die noch wenig erforschte weibliche Seite der Reformation in den Mittelpunkt stellt.

In Text-und Bildtafeln werden die Lebensläufe von zwölf, in ihrer sozialen Herkunft sehr unterschiedlichen Frauen aus dem Mutterland der Reformation präsentiert. Ein ungewöhnlicher Ansatz ist dabei die sehr persönliche und anschauliche Vorstellung der historischen Frauengestalten durch elf Patinnen und einen Paten aus der Gegenwart.

Darüber hinaus führen weitere Ausstellungstafeln in die Lebensbedingungen von Frauen in die bewegte Zeit des 16. Jahrhunderts zurück. Außergewöhnlich sind die von der Eislebener Ikonen-Malerin Mariana Lepadus für die Ausstellungstafeln geschaffenen Frauenporträts. Sie entstanden, um den vorgestellten Ahninnen ein Gesicht zu geben, denn oft fehlen historische Abbildungen der Frauen aus der Anfangszeit der Reformation.

Anstelle einer üblichen Ausstellungseröffnung gibt es nach einer kurzen Begrüßung und Einführung in die Thematik durch Museumsleiterin Marita Sterly etwas Besonderes: Die Aufführung der mehrfach preisgekrönten unterhaltsamen Theatercollage aus Wort und Musik „Luthers Lust und Liebe“ von und mit Cornelia Bernoulli als „Herr Käte“ und Ernst Matthias Friedrich als Martin Luther. In der Pause sowie im Anschluss an die Vorführung besteht Gelegenheit, die Ausstellung anzusehen.

Die Eröffnung und die Theatervorführung sind öffentlich und mit freiem Eintritt. Die Ausstellung wird bis 28. Januar 2018 im Kreis- und Universitätsmuseum Helmstedt präsentiert. Eine öffentliche Führung findet am Sonntag, 28. Januar, ab 16 Uhr statt.

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