Schnelles Internet – Kreis beginnt mit Vorvermarktung

Helmstedt  Der Landkreis Helmstedt informiert ab sofort im Internet über den Fortgang des Breitbandausbaus. Kunden können ihr Interesse anmelden.

Thomas Koluszniewski präsentierte am Freitag die neue Breitband-Internetseite des Landkreises.

Thomas Koluszniewski präsentierte am Freitag die neue Breitband-Internetseite des Landkreises.

Foto: Strohmann

Wann geht es los mit dem Breitbandausbau in unterversorgten Dörfern des Landkreises Helmstedt? Bürger stellen diese Frage immer häufiger. Antworten finden sie ab sofort im Internet. Der Landkreis hat die Web-Seite www.breitband-helmstedt.de am Freitag vorgestellt.

Die zentrale Frage „Bin ich dabei?“ können sich Interessenten per Blick auf eine interaktive Karte beantworten. Sie zeigt, in welchen Orten und Straßen der Landkreis für schnelleres Internet sorgen will. Voraussetzung für den Ausbau: Es müssen sich genügend Anschlusswillige in jedem der vier Ausbaugebiete (Cluster) finden, in die das Kreisgebiet eingeteilt worden ist: Heeseberg, Schöningen, Königslutter und Velpke.

„In jedem Cluster ist es das Ziel, eine Vorvermarktungsquote von mindestens 40 Prozent zu erreichen“, erläuterte Thomas Koluszniewski, stellvertretender Leiter des Breitband-Referats beim Landkreis. „Wo wir das Ziel zuerst erreichen, wird mit den Bauarbeiten begonnen.“ Derzeit gehe er davon aus, dass Glasfaserkabel für schnelles Internet auf einer Gesamtlänge von 250 Kilometern unter die Erde gebracht werden müssen.

Bis es dazu kommen kann, muss der Kreis allerdings noch ein Ingenieursbüro für die Planung und einen Breitband-Betreiber per europaweiter Ausschreibung finden. „Wir wollen beide Punkte im Sommer zum Abschluss bringen“, kündigte Koluszniewski am Freitag an. Die Versorgung der „weißen Flecken“ im Kreisgebiet solle möglichst bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Der Begriff beziehe sich auf Orte, in denen die Internetgeschwindigkeit bei unter 30 MBit pro Sekunde liege.

Wenn der Betreiber für das Glasfasernetz gefunden ist, will der Landkreis Sprechstunden in den betroffenen Dörfern anbieten. „Damit sich Interessenten direkt informieren können“, sagte Koluszniewski. Bis dahin soll die neue Internetseite den aktuellen Stand des vom Bund geförderten Ausbau-Projektes erläutern und die wichtigsten Standardfragen beantworten.

Die Vorvermarktung hat der Landkreis eröffnet, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren – ursprünglichen Vorgaben zufolge hätte der Ausbau bis Ende 2018 abgeschlossen sein sollen. Für die Kunden gilt: Wer sich frühzeitig meldet, soll seinen Anschluss kostenlos erhalten.

Nicht an allen Orten mit langsamem Internet wird der Kreis aktiv werden können. „Wenn ein Telekommunikationsunternehmen ankündigt, in einem Gebiet in den nächsten drei Jahren einen Ausbau vorzunehmen, dann sind wir außen vor“, sagte Koluszniewski. Diese Art der Gebietsabgrenzung habe bereits stattgefunden.

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