GaBö-Elternrat fordert rasche Klarheit über Zukunft der Schule

Helmstedt.  Der Schulelternrat des Gymnasiums am Bötschenberg (GaBö) pocht darauf, dass die Schule am Standort Helmstedt bleibt.

Das Helmstedter Bötschenberg-Gymnasium.

Das Helmstedter Bötschenberg-Gymnasium.

Foto: Jürgen Paxmann

Das bekräftigt der am Mittwoch in seinem Amt bestätigte Vorsitzende Wilnis Tracums im Nachgang zu der Resolution des Elternrates (wir berichteten). Es sei schwer vorstellbar, woher der unter strenger Sparaufsicht des Landes stehende Landkreis die Millionenbeträge nehmen wolle, die für den Ausbau des Schulzentrums in Königslutter erforderlich wären, um das GaBö an diesem Standort unterzubringen. Auch sei der jüngst von der Kreisverwaltung vorgeschlagene Umzug des Gymnasiums von Helmstedt nach Königslutter in kein erkennbares Gesamtschulentwicklungskonzept für den Landkreis eingebunden worden.

Statt des Umzugs, so Tracums, sollte der Landkreis endlich damit beginnen, den erheblichen Sanierungsstau am GaBö zu beenden und die Schule zeitgemäß auszustatten, wozu auch eine Mensa gehöre. Besonders schädlich für das Gabö wäre es, wenn nun eine monatelange Diskussion entstehen würde. „Eltern, Schüler und Lehrer brauchen hier und heute Klarheit, wie es mit der Schule weitergehen wird“, sagte Tracums am Freitag. „Sonst meldet bald niemand mehr sein Kind an dieser Schule an und das wäre verheerend.“

Nach der August-Sitzung des Kreis-Schulausschusses ist es allerdings so, dass es noch keine politische Vorentscheidung zu den Umzugsplänen gibt. Der Ausschuss hatte entschieden, dass die Beratungen erst fortgeführt werden, wenn die Kreisverwaltung Konkretes zu den Kosten einer Schulstandortverlagerung sagen kann und zu den Auswirkungen auf den Schulalltag. Ob sich eine von der Verwaltung angestrebte Entscheidung in der Kreistagssitzung am 12. Dezember realisieren lässt, bleibt abzuwarten. Klar ist aber auch: Je länger sich die Erörterungen hinziehen, desto näher rückt das Geschehen an die nächsten Wahltermine.

Die Kreisverwaltung schlägt vor, ein Szenario mit in die Planung aufzunehmen, dass für alle drei Gymnasien im Kreis ab dem Zeitpunkt der Aufnahme eines gymnasialen Angebots in Königslutter die derzeit für diese Schulform geltenden Schulbezirke aufgehoben werden. Das Wahlrecht für Schüler aus einigen Dörfern der Stadt Königslutter in Richtung Braunschweig würde dann ebenfalls enden.

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