Polizei passt auf, ob Autofahrer aufpassen

Helmstedt.   Bei einer groß angelegten Kontrolle im Kreis Helmstedt wird gezielt auf Ablenkung geachtet. Aber auch andere Vergehen fliegen dabei auf.

Auf Ablenkung am Steuer – etwa durch Handy-Benutzung – achtete die Polizei im Kreis Helmstedt am Donnerstag besonders intensiv.

Auf Ablenkung am Steuer – etwa durch Handy-Benutzung – achtete die Polizei im Kreis Helmstedt am Donnerstag besonders intensiv.

Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa

Dem Thema Ablenkung im Straßenverkehr hat sich die Helmstedter Polizei mit mehreren Verkehrskontrollen gewidmet. Wie Henrik von Wahl von der Polizeiinspektion Wolfsburg/Helmstedt am Freitag mitteilte, wurden am Donnerstag in der Zeit von 11 bis 19 Uhr insgesamt mehr als 50 Fahrzeugführer angehalten und überprüft.

Die Beamten waren demnach zum Großteil mit zivilen Streifenwagen unterwegs. Fünf Fahrzeugführer wurden dabei angehalten, weil sie während der Fahrt ein Mobiltelefon benutzten. Der Gesetzgeber sieht dafür inzwischen ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro sowie einen Punkt im Verkehrszentralregister vor. „Die meisten Autofahrer unterschätzen dabei jedoch die Gefahr, die davon ausgeht“, warnt die Polizei Helmstedt. „Wer bei einer Geschwindigkeit von
50 km/h nur zwei Sekunden lang unachtsam ist, legt in dieser Zeit fast 28 Meter im Blindflug zurück. Für viele ist Autofahren Routine. Vor allem auf ihnen bekannten Strecken lässt die Konzentration des Fahrzeugführers schnell nach. Auch der Wunsch nach ständiger Erreichbarkeit verleitet zur Benutzung der Handys.“

Im Rahmen der Überprüfung wurden weitere 28 Verkehrsordnungswidrigkeiten festgestellt. So hatten Fahrzeugführer die Fahrzeugpapiere nicht dabei oder ihren Sicherheitsgurt nicht angelegt. Die Polizei erhob Verwarngelder oder leitete Verfahren ein.

Ein 36-Jähriger aus Schöningen wurde im bei der Kontrolle um 16.45 Uhr im Harbker Weg gestoppt. Der Mann, der einen VW Golf fuhr, zeigte bei Tests Auffälligkeiten in Bezug auf Drogenkonsum.

Diese bestätigten sich danach in einem positiven Ergebnis bei einem Schnelltest auf Cannabis. Dem Schöninger wurde daraufhin eine Blutprobe entnommen, die Weiterfahrt untersagt und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Sollte der Test durch die Blutprobe bestätigt werden, erwarten den Mann ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro, zwei Punkte im Verkehrszentralregister, sowie ein Fahrverbot von einem Monat.

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