Kreative sind sich einig: Gründerkultur braucht Herzblut

Helmstedt.  Studenten aus Jena diskutieren im Kulturcafé Pferdestall mit vier jungen Kreativen aus dem Landkreis Helmstedt über Gründerfragen.

Vier junge Kreative aus dem Landkreis Helmstedt tauschten sich im Helmstedter Kulturcafé Pferdestall mit einer Gruppe von Studenten des Fachbereichs Betriebspsychologie der Universität Jena aus. Die Helmstedter schilderten, wie sie sich im Landkreis mit ihren Ideen etablieren konnten. Eingeladen hatte das Regionalmanagement Helmstedter Revier, an diesem Abend vertreten durch Richard Finke und Alexander Goebel.

Vier junge Kreative aus dem Landkreis Helmstedt tauschten sich im Helmstedter Kulturcafé Pferdestall mit einer Gruppe von Studenten des Fachbereichs Betriebspsychologie der Universität Jena aus. Die Helmstedter schilderten, wie sie sich im Landkreis mit ihren Ideen etablieren konnten. Eingeladen hatte das Regionalmanagement Helmstedter Revier, an diesem Abend vertreten durch Richard Finke und Alexander Goebel.

Foto: Erik Beyen

Junge dynamische Aufbruchstimmung – so beschrieb Alexander Goebel vom Regionalmanagement im Helmstedter Revier die Atmosphäre der kleinen Runde am Freitagabend im Kulturcafé Pferdestall. Die Gruppe bestand aus Studenten des Fachbereiches Betriebspsychologie an der Universität in Jena, vier „junge Kreative“ aus dem Landkreis Helmstedt und der Region vervollständigten sie.

Goebel hatte die jungen Menschen zusammengebracht, um Impulse für das neue Gründerzentrum in der Alten Post zu entwickeln. Im Rahmen eines zweitägigen Seminars hatten sich die Studierenden unter Anleitung Goebels Gedanken über mögliche Konzepte für das Gründerzentrum gemacht. Anwesend war auch Wirtschaftsförderer und Goebels Kollege Richard Finke.

Am Anfang einer Reise hin zu einem erklärten Ziel steht das Kennenlernen der Mitreisenden. In diesem Fall waren das die vier Kreativen, die sich den Gästen aus Jena vorstellten. Zehn Minuten hatte Karolin Plath ihnen für das Portrait in eigener Sache eingeräumt. Am Ende dauerte bereits dieser Programmpunkt gut zwei Stunden.

Zum Auftakt sprach Stefan Ickert aus Querenhorst. Er stellte die Entwicklung des Aerie-Festivals auf dem alten Sportplatz von den ersten kleinen Gehversuchen über ein Rockkonzert zur Weihnachtszeit hin zum Open Air dar. Dem Wahl-Querenhorster und Helmstedter des Jahres 2018 folgt Paul Knop, 18 Jahre jung, und irgendwie ein Pferdestall-Eigengewächs. Denn genau dort absolvierte er anfängliche Gehversuche und sammelte Praxiserfahrungen, die ihn auf seinen Weg hin zur ersten kleinen Firma für Film und Fotografie führten.

Der „Verein zur Erhaltung alternativer Kultur in und um Schöningen“, kurz: Ekis, ließ sich von Karolin Plath vertreten, die zugleich die Entwicklung des Kulturcafés Pferdestall vom ersten Konzept bis hin zum Treffpunkt und Netzwerk für kreative wie engagierte Menschen aus Helmstedt und der gesamten Region darstellte.

Die Gäste aus Jena zeigten sich beeindruckt, wenngleich der Erfahrungsaustausch für sie lediglich ein Workshop im Rahmen ihres Studiums war. In der anschließenden Gesprächsrunde wurde klar: Alle Projekte und Konzepte haben eine Gemeinsamkeit: Ohne Vernetzung, ohne Herzblut für die Region und eine gehörige Portion Idealismus gibt es keine Gründerkultur.

Der angehende Psychologe Fabian Schäfer (25) drückte es so aus: „Die Projekte sind zur Stadtsache geworden, an denen sich jeder gern beteiligt hat. Vielleicht ist das ein Vorteil gegenüber stärkeren Gründerszenen, den man nutzen kann.“ Saura Luxen hob den familiären Charakter hervor, und meinte: „Das ist eine Stärke, die man nutzen kann. Die regionale Vernetzung ist schon sehr weit vorangeschritten.“ Die Erkenntnisse aus Workshop und Exkurs in den Pferdestall sollen nun in die weiteren Planungen zum Gründerzentrum in der Alten Post in Helmstedt eingehen.

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