Kein Fall für die Statistik

Michael Strohmann über die wachsende Beliebtheit des Kreises Helmstedt.

Die Immobilien- und Grundstückspreise steigen in Teilbereichen des Landkreises Helmstedt – und die Wohnbevölkerung dort wächst. Das hat primär noch nicht sehr viel mit einem Erstarken der Wirtschaft zu tun. Helmstedt und sein Umland in Richtung Braunschweig und Wolfsburg werden beliebter, weil die Menschen einen – halbwegs bezahlbaren – Platz zum Leben für sich und ihre Familien suchen, den sie in den Großstädten längst nicht mehr finden können. Diese noch recht junge „Overflow“-Bewegung kann sich als Segen erweisen, weil ein Landkreis im wirtschaftlichen Wandel Belebung jeglicher Art gebrauchen kann. Mit den Menschen kommen nicht nur Häuslebauer, die irgendwo „ihr Ding“ machen und Geld dafür ausgeben wollen. Sie bringen ihre Fantasie und ihre Fähigkeiten, ihr berufliches Wissen, ihre Freizeitansprüche mit. Effekte hinein in die bestehenden Strukturen von Handel und kommunaler Daseinsvorsorge, von Sport- und Kulturangeboten werden zu spüren sein. Die Neuankömmlinge mit ihrer Bereitschaft, sich eine Existenz im Kreis Helmstedt aufzubauen, können Hinweisgeber für Art und Richtung des Wandels sein. Sie ergänzen den Blick der Alteingesessenen, sehen manches sogar klarer als sie. Wir sind also gut beraten, die Neu-Velpker und Neu-Königslutteraner und Neu-Helmstedter nicht bloß in die amtlichen Statistiken aufzunehmen. Wir sollten ihnen Aufmerksamkeit schenken.

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