Helmstedts neues Schmuckstück am Markt

Helmstedt.  Der Unternehmer Lorenz Flatt setzt ein Ausrufezeichen für die Belebung der Altstadt.

Lorenz Flatt (links) und Architekt Günter Hertel vor dem sanierten Fachwerkhaus am Helmstedter Markt.

Lorenz Flatt (links) und Architekt Günter Hertel vor dem sanierten Fachwerkhaus am Helmstedter Markt.

Foto: Michael Strohmann

Ausgerechnet das Haus am Helmstedter Markt mit seinen hübschen historischen Fassaden, das dem Rathaus genau gegenüberliegt, hat sich viele Jahre lang in einem eher schmucklosem Zustand befunden. Doch nun wird die architektonische und ästhetische Lücke mit viel Aufwand und Liebe zum Detail geschlossen. Eigentümer Lorenz Flatt hat sich im vergangenen Jahr dazu entschlossen, das Fachwerkhaus aus der Zeit um 1850 grundlegend zu sanieren. „Die Verwaltung der Unternehmensgruppe Flatt wird dort einziehen“, kündigt der 52-Jährige an.

Damit endet eine recht wechselvolle Geschichte des denkmalgeschützten Gebäudes, das die Familie von Lorenz Flatt in den 70er Jahren ersteigert hatte. „Es bot seither Räume für ein Reformhaus mit Kosmetikstudio, für ein Fernseh- und Elektronikgeschäft, für ein Sanitätshaus und zuletzt für ein Wettbüro mit Bar“, blickt der Helmstedter Unternehmer zurück.

Mit der aufwendigen Sanierung des Fachwerk-Schmuckstücks rundet Flatt sein bürgerschaftliches Engagement für die Belebung der Helmstedter Altstadt ab. Vor zehn Jahren gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins Campus Helmstedt, der seither nicht nur die Rettung historischer Bausubstanz auf den Weg gebracht, sondern auch Diskussionsabende und kulturelle Veranstaltungen organisiert hat. Immer mit dem Ziel, die Innenstadt mit Leben zu füllen.

„Mit dem Haus am Markt bekommen die Campus-Aktivitäten ein Aushängeschild“, sagt Architekt Günter Hertel, der ebenfalls zu den Aktivposten des Vereins gehört. Bei der Sanierung des Fachwerkhauses sei man sich bewusst gewesen, dass sich das Objekt und das Rathaus am anderen Ende des Marktes förmlich anschauen. „Die neu eingesetzten Fenster im Erdgeschoss spiegeln daher die Rathaus-Fenster in Farbe und Holzart genau wider“, erläutert der Architekt. Das Fachwerkhaus sei unabhängig davon eine gestalterische und bauliche Neu-Interpretation im Rahmen des denkmalschutzmäßig Erlaubten.

Bei der Sanierung des Erdgeschosses, das großzügige Büroräume beherbergen wird, mussten Wände und Decken freigelegt werden. Über Jahrzehnte hinweg war der Innenraum mehrfach umgebaut und „verbaut“ worden. Handwerker stießen beim Abriss der vielen Verkleidungen und abgehängten Decken auf eine tragende Säule aus der Entstehungszeit des Hauses. Sie wird künftig ein Blickfang sein.

Im Mai möchte Lorenz Flatt Helmstedts neues Schmuckstück am Markt in Betrieb nehmen. „Ich rücke damit auch näher heran an die Mieter, die die Unternehmensgruppe in der Altstadt hat“, berichtet der 52-Jährige, der sich auf sein neues Büro im Herzen der Stadt freut. Sein Engagement für Helmstedt setzt er mit Begeisterung fort. In den sanierten Räumen wird ein „Campus-Office“ entstehen, um zu zeigen, was der Verein leistet.

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