Den Vögeln im Landkreis Helmstedt fehlt die Nahrung

Helmstedt.   Den Vögeln im Landkreis fehlt die Nahrung. Offenbar sind vor allem Mehlschwalben und Mauersegler auf dem Rückzug, wie der Nabu mitteilt.

Der Haussperling nimmt Platz eins unter den im Kreis Helmstedt gezählten Vögeln ein.

Der Haussperling nimmt Platz eins unter den im Kreis Helmstedt gezählten Vögeln ein.

Foto: Marcel van Kammen / ARCO

Die Prognosen des Naturschutzbundes (Nabu) werden bestätigt. Mehlschwalben und Mauersegler sind 2019 auf dem Sinkflug. Die Zählung im Rahmen der bundesweiten „Stunde der Gartenvögel“ im Landkreis Helmstedt sieht laut einer Mitteilung den Haussperling wieder auf Platz eins.

Im Kreis Helmstedt haben vom 10. bis 12. Mai 99 Zähler in 79 Gärten 3025 Vögel gezählt. Eindeutige Verlierer auf der Liste der gezählten Vögel sind die Mehlschwalben, die im Vergleich zum Vorjahr um 32 Prozent im Kreis abgenommen haben, und der Mauersegler mit einem Rückgang von 50 Prozent gegenüber dem Jahr 2018. Die Rauchschwalben weisen ein Minus von 34 Prozent auf.

Für den Nabu-Vorsitzenden Reinhard Wagner spielt die Nahrungssituation eine bedeutende Rolle bei den sinkenden Zahlen von Schwalben und Mauerseglern. Dabei sei es offenbar kaum entscheidend, ob der Mai wärmer oder kälter ist, vielmehr fehlten Fluginsekten und Brutplätze.

In diesem Zusammenhang verweist der Nabu auf die Aktion „schwalbenfreundliches Haus“. Hausbesitzer, Pächter oder Mieter werden vom Nabu ausgezeichnet, wenn sie Sorge dafür tragen, dass Schwalben bei ihnen nisten können. In den vergangenen Jahren seien im Kreis Helmstedt bereits viele Plaketten vergeben worden. Auch in diesem Jahr wird die Auszeichnung angeboten. Meldungen nimmt der Nabu Helmstedt unter reiwagner@nabu-kg-helmstedt.de entgegen.

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