Helmstedt baut Videoüberwachung im Parkhaus noch aus

Seit Kurzem erst gibt es eine Videoüberwachung im Parkhaus Edelhöfe. Prompt wurden zwei Jugendliche bei Farbschmierereien gefilmt.

Schmierereien wie hier auf der vierten Etage des Parkhauses Edelhöfe kommen häufig vor. Mitte Mai hat die Stadt eine Videoüberwachung installiert. 

Schmierereien wie hier auf der vierten Etage des Parkhauses Edelhöfe kommen häufig vor. Mitte Mai hat die Stadt eine Videoüberwachung installiert. 

Foto: Michael Strohmann

Helmstedt. Wer die Übeltäter sind, die im vierten Stock des Parkhauses am 21. Mai eine Wand bemalt haben, soll die Polizei mit Hilfe des Videos herausbekommen, auf dem das Gesicht von einem der beiden Jugendlichen zu erkennen ist. „Das Bestrafen steht für uns nicht im Vordergrund“, sagt Bürgermeister Wittich Schobert. Daher habe man den Tätern zunächst per öffentlichem Aufruf die Chance gegeben, sich zu melden und für ihr Verhalten einzustehen. Als sie davon keinen Gebrauch gemacht hätten, so Schobert, sei Strafanzeige wegen Sachbeschädigung gegen Unbekannt gestellt worden.

Die Mitte Mai installierte Videoüberwachung zeige von diesem Vorfall abgesehen schon erste Wirkung, sagte Schobert am Dienstag. „Wir registrieren im Moment weniger Sachbeschädigungen, weniger Verunreinigungen und weniger unbefugte Nutzungen des Parkhauses.“ Bei jungen Leuten zum Beispiel sei das Parkhaus als Treffpunkt beliebt, auch für Partys. Da habe ersten Beobachtungen zufolge nachgelassen.

Die Stadt plant laut Schobert, weitere Kameras zu installieren. „Wir wollen wirklich jeden Winkel und jede Etage in den Blick nehmen können.“

Die Videoüberwachung wird durch Bewegungen ausgelöst. Allerdings sei die Stadt personell nicht in der Lage, den Aufnahmemonitor rund um die Uhr betrachten oder auswerten zu lassen. So sei die aktuelle Farbschmiererei der beiden gesuchten Jugendlichen erst im Nachgang bei Durchsicht des Videobandes bemerkt worden. Eine sofortige Alarmierung der Polizei werde im Regelfall nicht möglich sein. „Das müsste schon ein Zufall sein, dass ein Mitarbeiter gerade in dem Moment auf den Monitor schaut, in dem eine Straftat begangen wird“, erläuterte Schobert.

Die Videoaufzeichnungen würden regelmäßig gelöscht, versichert der Bürgermeister. „Datenschutzrechtlich ist das alles abgesichert.“ Der Stadt seien seit Jahresbeginn Kosten in Höhe von etwa 10 000 Euro durch Sachbeschädigungen im Parkhaus entstanden. Das werde man nun hoffentlich eindämmen können. „Wir wollen vorbeugen mit Hilfe der Videoüberwachung.“

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