Braunschweiger Tor – Bagger reißt Brandruine in Helmstedt ab

Helmstedt.  Die Brandruine am Braunschweiger Tor in Helmstedt verschwindet. Mit einem Bagger wird das unbewohnbare Haus abgerissen.

Der Abriss der Brandruine am Braunschweiger Tor in Helmstedt ist fast abgeschlossen. 

Der Abriss der Brandruine am Braunschweiger Tor in Helmstedt ist fast abgeschlossen. 

Foto: Michael Strohmann

Die Stadtverwaltung bestätigte am Mittwoch den baulichen Eingriff in die Häuserzeile, die der Kirche und dem Kloster St. Marienberg genau gegenüberliegt. Das Wohnhaus war einer Brandstiftung am Abend des 20. Januar 2018 zum Opfer gefallen. „Wir begrüßen es, dass sich an dieser für das Stadtbild recht wichtigen Stelle etwas tut“, sagte Jens Schulze als Sprecher der Stadt.

Der Bauantrag für die Errichtung eines neuen Wohnhauses an gleicher Stelle sei bereits genehmigt worden, so Schulze. „Wir gehen davon aus, dass der Eigentümer recht bald mit dem Wiederaufbau beginnt und die momentane Baulücke schließt.“ Dank der erteilten Genehmigung, die drei Jahre lang ihre Gültigkeit behalte, könne jedenfalls mit dem Neubau jederzeit begonnen werden. Beim Abriss der Brandruine werde nur der Keller erhalten bleiben.

Viele Schaulustige hatten im Januar 2018 den stundenlangen Löscheinsatz mit Großaufgebot der Feuerwehr am Braunschweiger Tor verfolgt. Wegen versuchten Mordes und Brandstiftung wurde einem 28-jährigen Bewohner des Hauses später der Prozess gemacht. Die Mitbewohner, eine Flüchtlingsfamilie, hatten sich gerade noch in Sicherheit bringen können, als sie die Flammen im Erdgeschoss bemerkten. Der 28-Jährige wurde schließlich zu einer fünfjährigen Haftstrafe wegen schwerer Brandstiftung und Sachbeschädigung verurteilt.

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