Wendhausener Mühle beeindruckt internationale Mühlenexperten

Wendhausen.  Mehr Internationalität an der Windmühle Wendhausen war Ziel einer Exkursion von Mühlenkundlern. Was sie sahen, gefiel ihnen.

Eine Exkursion führte Experten von The International Molinological Society (TIMS) nach Wendhausen zur einzigen einzigen noch funktionsfähigen fünfflügeligen Holländer-Windmühle.

Eine Exkursion führte Experten von The International Molinological Society (TIMS) nach Wendhausen zur einzigen einzigen noch funktionsfähigen fünfflügeligen Holländer-Windmühle.

Foto: Dirk Fochler / regios24

International ging es am Montag in den Mühlendörfern Räbke und Wendhausen zu. Die einzige weltweit tätige Gesellschaft auf dem Gebiet der Mühlenkunde – The International Molinological Society (TIMS) – hatte eine Exkursion zu den Mühlenstandorten organisiert.

Wir waren in Wendhausen dabei. Rund 30 Mühlenexperten und -freunde aus Belgien, England, Frankreich, Italien, den Niederlanden oder Griechenland und aus Japan wurden von Angelika Geschke, der Vorsitzenden des Wendhausener Mühlenfördervereins, am Fuß der im Jahr 1837 errichteten fünfflügeligen Holländer-Windmühle, der einzigen funktionsfähigen ihrer Art in Deutschland, begrüßt.

Geführt und organisiert wurde die Exkursion von Gerald Bost, TIMS-Repräsentant in Deutschland. In diesem Jahr fand in Berlin ein alle vier Jahre angebotenes, einwöchiges TIMS-Symposium statt. Vor und nach der Symposium-Woche konnten die Teilnehmer jeweils noch an einwöchigen Exkursionen zu deutschen Mühlenstandorten teilnehmen.

Erläuterungen zur Wendhausener Mühle und ihrer Technik gaben Thorsten Geschke, stellvertretender Vorsitzender des Mühlenfördervereins, und Mühlenwart Günter Jung. In den dabei geführten Dialogen war deutlich feststellbar, dass sich Experten unterhielten. Denn die Exkursionsteilnehmer waren unter anderem Mühlenbauer und -restauratoren, Mühlenbetreiber oder Inhaber von Mühlenmuseen sowie versierte und überaus kompetente Mühleninteressierte.

Aber dennoch zeigten sich einige Teilnehmer beeindruckt – von der Mächtigkeit des Bauwerks beispielsweise oder von der gut gepflegten und funktionierenden Technik. Auch der Standort der Wendhausener Mühle auf dem Dettmersberg und dem in direkter Nachbarschaft stehenden, frisch sanierten Müllerhaus, in dem nun ein Café untergebracht ist, wurde gelobt.

Angelika Geschke hob hervor, dass derartige Veranstaltungen, sie und ihr Mann Thorsten nahmen sowohl am Symposium in Berlin als auch an den Exkursionen teil, bestens geeignet seien, um Kontakte zu knüpfen und den eigenen Erfahrungshorizont zu erweitern.

Zum Abschluss ihres Besuches in Wendhausen konnten dann die international besetzte Exkursionsgruppe auch noch ihren Erfahrungshorizont erweitern. Zur Verköstigung wurden regionale Spezialitäten angeboten: Bratwurst vom Landschlachter und Braunschweiger Wolters-Bier. „Insbesondere die Teilnehmer aus fernen Ländern lieben so etwas. Es ist authetisch und gewährt einen Einblick in regionale Gewohnheiten“, berichtete TIMS-Repräsentant Gerald Bost.

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